Wohnanlage „Am Rathausplatz”: Erster Bezug noch 2010

Von: mabie
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Stolz recken sich die beiden Baukörper der künftigen Seniorenwohnanlage „Am Rathausplatz” in Ubach-Palenberg in die Luft. Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll der Erstbezug stattfinden. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Seit Ende der härtesten Frostperiode in den vergangenen Wochen ist der Baufortschritt auf dem Rathausplatz nicht mehr zu übersehen. Das zweigeteilte Gebäude der künftigen Seniorenwohnanlage „Am Rathausplatz” reckt sich rasant in die Höhe.

Nach dem ersten Spatenstich Ende August rollte erst mal das „schwere Gerät” an. Viele Erdbewegungen waren nötig, Fundamente wurden gegossen und alles noch kurz vor dem heftigen Wintereinbruch geschafft. Genau der sorgte aber bei den Hochbauarbeiten für Verzögerungen, die nun mit scheinbar erhöhtem Tempo nachgeholt werden. Damit hat auch die beim ersten Spatenstich versenkte kleine Kiste mit Bauplänen und aktuellen Münzen aus dem Baujahr einen gewaltigen Überbau bekommen.

Damals freute sich auch Altbürgermeister Paul Schmitz-Kröll über den Bau, der endlich die hässliche Baulücke im Herzen von Übach schließt. „Eine fast zehnjährige Irrfahrt geht zu Ende”, war Schmitz-Kröll überzeugt, „ein Schandfleck in zentraler Lage der Stadt verschwindet”. Der Weg zum Neubau war wahrlich beschwerlich, so hat die frühere Eigentümerin aus Gangelt erst nach langem Ringen das Grundstück an die Stadt verkauft.

Die freute sich schon im Januar 2008 über ein scheinbar tragfähiges Projekt für das Grundstück. Doch schon einen Monat später zog sich der damalige Investor zurück. Wenig später zeigten gleich fünf Interessenten ihre Vorstellung von der Entwicklung auf diesem „Filetstück”. Den Zuschlag erhielt die Heinrichs-Gruppe, die mit der Anlage von „Pro 8” in Frelenberg schon einmal ein Großprojekt in den Stadtgrenzen realisierte, nun für den Bau der Seniorenwohnanlage „Am Rathausplatz”.

Für Menschen ab 55

Der zweiteilige Gebäudekomplex soll sich nicht nur städtebaulich einpassen, er soll auch eine Angebotslücke für Menschen ab 55 Jahren schließen, da sind sich Bauherr und Stadt sicher. Damit schließt sich - mit barrierefreiem Wohnraum und kurzen Wegen zu den Dienstleistungen des Stadtzentrums - der Ring einer guten Integration in die Infrastruktur der Stadt. Noch in diesem Jahr soll das Gebäude dann in voller Pracht erstrahlen, Pflegedienst und ein Caf der Begegnung, das von der Lebenshilfe des Kreises Heinsberg betrieben werden soll, inklusive.

Insgesamt entstehen 51 Zweiraumwohnungen mit Größen zwischen 47 und 62 Quadratmetern, einschließlich Dusche und WC, sowie 14 Appartements zwischen 19 und 22 Quadratmetern. Ein großer Garten mit so genanntem „Sinnesgarten” und Dachterrasse sind ebenfalls dabei. Es wird keine Eigentums-, sondern nur Mietwohnungen geben, die mit Wohnberechtigungsschein zu mieten sind.

Die Gesamtwohnfläche beträgt 3085 Quadratmeter, für Gewerbe sind 590 Quadratmeter vorgesehen, die Grundstücksgröße beträgt 2750 Quadratmeter. Drei Aufzüge, 37 Stellplätze für Pkw sowie eine Außenfläche mit 650 Quadratmetern runden den rund 6,5 Millionen Euro teuren Bau ab. Damit wird übrigens so viel Geld verbaut, wie dem Kreis Heinsberg insgesamt aus Mitteln des Konjunkturpaketes II zur Verfügung standen.
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