Wissenschaftsministerin Schulze besucht Firma AS Tech

Von: Udo Stüßer
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Geilenkirchen. Bürgermeister Thomas Fiedler nutzte die Gelegenheit und stellte die Vorzüge der Stadt Geilenkirchen als Wirtschaftsstandort vor. Dabei betonte er die Nähe und guten Kontakte zur FH und RWTH Achen, wo er demnächst ebenfalls vor angehenden Absolventen den Standort für junge Firmengründer präsentieren will. Svenja Schulze (SPD), Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW, hörte nicht nur aufmerksam zu.

Sie betonte: „Unser Interesse ist, dass wir in Nordrhein-Westfalen Industriestandort bleiben. Unsere Kernkompetenz ist, besser zu sein und immer die Nase vorne zu haben.“ Dies unterstrich auch Arndt Schlösser, ebenso wie Gabi Wego Geschäftsführer der Geilenkirchener Firma AS Tech Industrie- und Spannhydraulik GmbH im Gewerbegebiet im Bereich der ehemaligen Selfkantkaserne. „Wir haben ein Büro in Chicago. Unser Verkaufsargument ist ‚made in germany‘“.

Gemeinsam mit dem Bundestagskandidaten der SPD, Norbert Spinrath, informierte sich die Ministerin vor Ort über die Aktivitäten des Unternehmens im Bereich Innovation, Forschung und Entwicklung. In der Firma, die unter anderem Werkzeug für den Aufbau von Windrädern produziert, die Siemens, VW, Bayer, Hoesch und die Lufthansa auf ihrer Kundenliste aufführt, entwickelte sich unter anderem eine lebhafte Diskussion. „Wir müssen ortsnah produzieren. Wir brauchen auch die Facharbeiter“, betonte Schlösser, nachdem die Ministerin auf die hohe Qualität des Ingenieur-Studiums hingewiesen hatte. Dem stimmte auch Spinrath zu. „Wir brauchen nicht nur Ingenieure. Der beste Ingenieur nutzt nichts, wenn keiner seine Pläne umsetzt. Wir müssen das Handwerk und die Fachkräfte wieder populär machen.“

Überall werde der Fachkräftemangel beschrieben, aber viele Firmen würden nicht ausreichend ausbilden. „Es wird die Zeit kommen, da müssen Sie sich bei den Auszubildenden und Studenten bewerben“, blickte Svenja Schulze in die Zukunft.

Schlösser, der unter anderem in seiner Firma Feinmechaniker, Dreher und Fräser ausbildet, berichtete von seinen Erfahrungen: „Bei der Eingangsprüfung schneiden Hauptschüler meist katastrophal ab. Den Leuten fehlt das Fundament. Das endet damit, dass wir Abiturienten einstellen. Die sind dann wirklich klasse, und nach der Ausbildung sind sie weg, weil sie doch noch studieren wollen“, beschrieb er das Dilemma der Firma, die 1997 im Euro-Service-Center geründet wurde, im Jahre 2000 Fräser, Monteure und Dreher eingestellt und eine Fertigung am heutigen Standort aufgebaut hat. Das alte Gebäude wurde erweitert. Heute sind Gabi Wego und Arndt Schlösser mit 70 Mitarbeitern für die Eisen- und Stahlindustrie, für die Chemie- und Petrochemie und die Windenergie tätig.

Svenja Schulze zeigte sich auch bei einem Rundgang durch die etwa 2000 Quadratmeter große Firma begeistert. Schließlich soll Nordrhein-Westfalen immer die Nase vorne haben.

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