Winterfester Pavillon und Dachterrasse für Rathausplatz

Von: mh
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Ort der Kommunikation, des Feierns, jetzt auch ein bisschen Raum für winterliche Idylle: die Gastronomie auf dem Übach-Palenberger Rathausplatz. Es gibt Ausbaupläne. Foto: M. Hahn

Übach-Palenberg. Gut angenommen wird die die Gastronomie auf dem Übacher Rathausplatz. Davon hat sich Übach-Palenbergs Baudezernent Hans-Peter Gatzen erst kürzlich auf einer seiner sonntäglichen Radtouren überzeugt. Aber: Viele Gäste bekommen kalte Füße, wenn sie unter dem Pavillon sitzen, und das soll sich ändern.

Hans-Peter Gatzen wies am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss darauf hin, dass nach Karneval mit einem Umbau oder dessen konkreterer Planung begonnen werden soll. Das ist das Ergebnis einer Ortsbegehung, die der Dezernent mit dem Betreiber der Gastronomie und einer Architektin vorgenommen hat. Die Maßnahme, so betonte Gatzen, verursache der Stadt keine zusätzlichen Kosten.

Einzelheiten zu dem Vorhaben erläuterte für die Verwaltung Achim Engels. Er erklärte, dass der Betreiber der Gastronomie und des Biergartens das bestehende Gebäude um einen winterfesten Pavillon mit Dachterrasse erweitern möchte, wobei die dort befindliche öffentliche Toilettenanlage durch den Bauherrn saniert wird. Für die Erweiterung muss im Bebauungsplan eine Fläche, die jetzt noch als Verkehrsfläche ausgewiesen ist, in ein so genanntes Kerngebiet geändert werden, wozu der Rat seine Zustimmung geben muss.

Auflagen der Stadt

Achim Engels verwies auf einige Auflagen seitens der Stadt. So werden bestimmte Nutzungen – zum Beispiel der Betrieb einer Spielhalle – ausgeschlossen. Auch wird eine maximale Bauhöhe von sieben Metern festgelegt, damit sich der Erweiterungsbau möglichst harmonisch in die vorhandene Bebauung am Rathausplatz einfügt.

Unter dem Rathausplatz verläuft der Übach in einem Kastenprofil, deshalb wird im zu ändernden Bebauungsplan festgelegt, dass beim Bau besondere technische Sicherungen erforderlich sind und dass die Stadt ein „Geh-, Fahr- und Leitungsrecht“ behält. Auch für eine in der Zukunft mögliche neue Verkehrsplanung wird die Gastronomieerweiterung kein Hindernis sein, sagte Engels. Langfristiges Ziel ist demnach, den Verkehr von der Dammstraße kommend an die westliche Seite der Bebauung und direkt auf die Straße „An der Linde“ zu führen.

Bedenken, die in einer Frage von Brigitte Appelrath (Grüne) zum Ausdruck kamen, konnte Hans-Peter Gatzen ausräumen. Falls die Gastronomiegebäude eines Tages weiter verkauft werden sollten, habe die Stadt Rückkauf- und Vorkaufsrecht, erklärte Gatzen. Der Ausschuss stimmte der Planung einstimmig zu wie auch einer weiteren Änderung im gleichen Bebauungsplan. Bei Letzterer soll im Bereich der Stichstraße „Florianweg“, zwischen Friedrich-Ebert- und Carolus-Magnus-Straße, ein Flurstück aus der Widmung als öffentliche Verkehrsfläche genommen werden, damit der Besitzer dort Garagen errichten kann.

Umgehung Scherpenseel

Informiert wurde der Stadtentwicklungsausschuss über den Stand der aus Übach-Palenberger Sicht notwendigen Ortsumgehung Scherpenseel (L 42 neu). Hans-Pater Gatzen erinnerte daran, dass die Anwohner schon seit vielen Jahren Beschwerde über den starken Autoverkehr führen. Vor etwa drei Jahren habe man das Problem mit dem Landesbetrieb Straßenbau erörtert, doch Hoffnungen die man damals hatte, haben sich zerstreut, weil die finanzielle Situation des Landes sich verschlechterte. Die Umgehung sei beim Land nur in der Dringlichkeitsstufe zwei eingestuft und habe damit keine Chancen. Er gehe davon, dass – was die Belastung auch durch Lärm angehe – mit falschen Zahlen gerechnet worden sei.

Über die Entwicklung in den angrenzenden Niederlanden berichtete dann Thomas Clemens von einem Heerlener Beratungsunternehmen für Straßenbau. Er verwies darauf, dass der „Buitenring“, eine nördliche Umgehung unter anderem für die Städte Heerlen, Kerkrade, Brunssum und Landgraaf vermutlich Ende 2015 fertiggestellt werde, was auch Auswirkungen auf Scherpenseel habe und eine dortige Umgehung noch dringender mache.

Stichwort Rückhaltebecken

Ebenfalls auf Scherpenseel – nämlich auf den Stand der Planungen für ein Regenrückhaltebecken – bezog sich eine Anfrage im Ausschuss, die Hans-Peter Gatzen beantwortete. In den Niederlanden, so berichtete er, sei man dabei, in großem Umfang Versickerungs- und Regenrückhaltemaßnahmen vorzunehmen. Das würde im besten Fall dazu führen, dass ein Rückhaltebecken für Scherpenseel nicht mehr erforderlich sei. Allerdings müsse es dann für die Heerlener Straße eine Vergrößerung des Kanals geben.

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