Windpark-Bau in Tripsrath nimmt Fahrt auf

Von: Georg Schmitz
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Tafil Pufja, Markus Palic, Thomas Pennartz und Georg Melchers (v.l.) sind Befürworter erneuerbarer Energien und werben für den Windpark Tripsrath. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Nordöstlich von Tripsrath, unweit des Heinsberger Ortsteils Baumen, ist einer von zwei auf Geilenkirchener Stadtgebiet geplanten Standorten für neue Windräder. Vor wenigen Tagen erfolgte der Baubeginn für drei Windenergieanlagen und eine Straßenanbindung für die Transportfahrzeuge wurde ebenfalls von der Bundesstraße 221 aus bereits geschaffen.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung sowie der Rat der Stadt Geilenkirchen hatten sich bereits frühzeitig in den Jahren 2009 und 2010 mit der Ausweisung von Konzentrationszonen für Windkraftanlagen beschäftigt.

Der Windpark Tripsrath ist ein Gemeinschaftsprojekt der 2000 in Gangelt gegründeten und zwischenzeitlich in Hückelhoven ansässigen Firma „BMR Windenergie“ GmbH & Co KG und der NEW Re GmbH (Gesellschaft für regenerative Energie), die Kreissparkasse Heinsberg ist mit der Re-Finanzierung im Boot. „Wir haben bisher über 120 Windkraftanlagen projektiert“, berichtet Georg Melchers von BMR.

Die NEW Re betreibt bisher ein Windrad in Grevenbroich und übernimmt nun zwei der drei Anlagen in Tripsrath. Markus Palic, Geschäftsführer der NEW Re, sieht die regenerative Energie als Energieträger mit Zukunft. „Wir wollen in den kommenden zehn Jahren 100 Millionen Euro in Windenergie investieren“, vermeldet er bei der Vorstellung des Windparks in den Räumen der Kreissparkasse in Geilenkirchen im Beisein seines designierten Nachfolgers Tafil Pufja.

Der Windpark Tripsrath beinhaltet drei gleich große Windenergieanlagen mit 100 Meter Nabenhöhe und einem Rotordurchmesser von 92,5 Meter. Die Nennleistung je Windrad beträgt 2.050 kwh bei einer jährlichen Stromproduktion von 15,9 Millionen kwh.

Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Heinsberg, Thomas Pennartz, verweist auf ein großes Portfolio des Kreditinstituts im Bereich erneuerbarer Energien. „Wir haben uns die Frage gestellt, wie man eine Bürgerbeteiligung gestalten kann, damit möglichst viele etwas davon haben“, so Thomas Pennartz.

Die Kreissparkasse habe sich für Umwelt-Sparbriefe als sichere Anlage mit attraktiver Rendite entschieden. So biete die KSK ein Modell mit einem Anlagebetrag von mindestens 1000 und höchstens 5000 Euro pro Haushalt bei einer Laufzeit von fünf Jahren und einer Verzinsung von 2,5 Prozent pro Jahr, bei einem Gesamt-Volumen von 363 000 Euro an.

Variante 2 mit einem Volumen von 727.000 Euro verzinse sich mit drei Prozent, wobei die Laufzeit aber zehn Jahre betrage. „Für uns als regionales Kreditinstitut ist es wichtig, die Sparbriefe auf möglichst viele Bürger zu streuen“, so der Vorstandsvorsitzende. Der Umwelt-Sparbrief sei schon den Bürgern aus den an die Windkraftanlagen angrenzenden Ortschaften Tripsrath, Hochheid, Kraudorf, Nirm, Hoven, Uetterath, Berg, Baumen und Blauenstein angeboten worden, die sofort 50.000 Euro gezeichnet hätten.

Thomas Pennartz rechnet damit, dass alle, die Windenergieanlagen Tripsrath betreffenden Sparbriefe nun nach der offiziellen Bekanntgabe innerhalb von 14 Tagen gezeichnet sind. Markus Palic und die Betreiber sind auch voll des Lobes über die Stadt Geilenkirchen. „Gemeinschaftlich mit der Stadt haben wir die Windkraftanlagen entwickelt“, so Georg Melchers.

Die Stadt habe dabei von Anfang an Wert auf eine Beteiligung der Bürger gelegt.

Für Markus Palic ist auch die Direktvermarktung ein wichtiges Ziel, denn gerade die Anlieger müssten von den erneuerbaren Energien profitieren.

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