Geilenkirchen - Wer, wie, was ist der Landtag? Fragen Grundschüler

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Wer, wie, was ist der Landtag? Fragen Grundschüler

Von: Laura Beemelmanns
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Die wissbegierigen Schüler durchlöcherten Oliver Keymis (l.) und Dorothea Dietsch (r.) mir ihren Fragen. Anderthalb Stunden lang versuchten sie so viel wie möglich über den Landtag zu erfahren. Foto: Laura Beemelmanns
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Oliver Keymis (r.) und Dorothea Dietsch (l.) beantworteten alle Fragen rund um den Landtag. Foto: Laura Beemelmanns

Geilenkirchen. Sie haben ihn durchlöchert. Dass ihm nicht die Stimme oder Puste versagte, grenzte nahezu an ein Wunder. Jede erdenkliche Frage, die einem Grundschüler ins Gedächtnis kam, wurde auch laut ausgesprochen. Knapp anderthalb Stunden lang. Der 2. Vizepräsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, Oliver Keymis, beantwortete jede einzelne mit einer Seelenruhe.

Das begann mit Fragen wie „wieviel verdienst du?“, „können wir Kinder auch was bestimmen?“ oder „wie alt ist das Gebäude des Landtags?“ und endete mit ganz persönlichen Fragen wie etwa „bedienst du auch jemanden?“, „wie alt bist du?“ oder „bist du verheiratet?“.

Warum Oliver Keymis all diese Fragen beantwortete, und warum er dies so gerne tut, hat einen ganz bestimmten Grund. Er und seine Kollegin Dorothea Driesch wollen den Kindern schon so früh wie möglich erklären, was im Landtag NRW passiert, wer dort tätig ist, wo das Gebäude steht, und wie eigentlich der Alltag eines 2. Vizepräsidenten oder Abgeordneten aussieht.

Mit der Gemeinschaftsgrundschule Gillrath besuchten sie nun die rund 150. Schule in NRW. Diese Besuche sind ein Angebot für junge Bürger. Mitglieder des Landtagspräsidiums, die ihre Aufgaben überparteilich wahrnehmen, möchten bei Schülern Interesse für politische Zusammenhänge wecken, heißt es in einem Brief an Schulleiter Hans Josef Gaspers.

Und das haben Keymis und Dietsch auch. Nach einer kurzen Einführung, in der eine Comic-Figur namens Paul per Powerpoint-Präsentation durch den Landtag führte, beentete Dorothea Dietsch ihren Vortrag recht schnell, als sie bemerkte: „Ihr seid bestens vorbereitet. Ihr wisst ja schon alles. Das ist toll.“ Ja, das wussten sie. Die Schüler wurden zuvor von ihren Lehrerinnen bestens vorbereitet. Und hatten sich allesamt Fragen überlegt.

Doch auch Dietsch und Keymis stellten immer wieder zwischendurch Fragen, um das Wissen ihrer jungen Zuhörerschaft zu testen. Auf die Frage wieviel Oliver Keymis verdiene – die den Kindern wirklich unter den Nägeln brannte – erklärte er zunächst den Unterschied zwischen Brutto und Netto. „Weiß denn jemand, was Netto ist?“, fragt er in die Runde.

Ein Schüler zeigt auf und antwortet: „ein Supermarkt.“ Ja, auch das sei richtig, sagt Keymis, nachdem sich das muntere Lachen wieder ein wenig gelegt hatte. „Uns was machen die Abgeordneten im Plenarsaal?“ „Die große Glocke läuten.“ Ganz wie in der Schule. „Und wofür ist der Bildschirm vorne bei Herrn Keymis?“, fragt Dorothea Dietsch und zeigt ein Foto des Plenarsaals. „Damit die sehen, dass keiner Blödsinn macht.“

So zogen die Kids ihre ganz eigenen Schlüsse und versuchten sich vorzustellen, wie die Abgeordneten tagtäglich arbeiten.

Zu später Stunde traf dann auch noch Bürgermeister Thomas Fiedler ein. Und auch er musste unerwartet die eine oder andere Frage beantworten. Was den Schülern – wie sicherlich allen anderen Geilenkirchenern – auf dem Herzen lag, war die abgebrannte Schwimmhalle in Bauchem.

„Was passiert mit dem Hallenbar, Herr Fiedler?“ „Es wird ein neues gebaut“, sagt der Bürgermeister. Und schon brach großer Jubel aus. „Kriegen wir denn hier auch eine Sporthalle?“ Das konnte Fiedler jedoch nicht versprechen. Fragen, die unbeantwortet blieben, wie beispielsweise die genauen Maße des Landtags-Gebäudes und die Anzahl der Räume, sollen in einem Brief noch beantwortet werden.

Zuguterletzt blieb noch genug Zeit für einige persönliche Fragen und Autogramme.

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