Wer mehr als einen Hund hat, soll bald auch mehr zahlen

Von: mh
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Niedlich – und teuer: Wer Rottweilerwelpen hat, wird kräftig zur Kasse gebeten. Foto: Stock

Geilenkirchen. Mit der positiven Entscheidung im Haupt- und Finanzausschuss dürfte bereits jetzt der Ratsbeschluss im Dezember feststehen: Die Hundesteuer in Geilenkirchen wird zum 1. Januar 2013 zum Teil drastisch steigen.

Allerdings sind nicht die „Normalfälle“ betroffen – die Familie mit dem vierbeinigen Spielgefährten der Kinder etwa oder der ältere Mensch mit seinem treuen tierischen Begleiter. Hier bleibt es bei 60 Euro im Jahr. Erheblich teurer wird es aber bei der Haltung von zwei Hunden mit 98 (bisher 72) Euro je Hund und Jahr. Bei drei und mehr Hunden steigt die Steuer von 84 auf 120 Euro je Hund.

Tief in die Tasche greifen müssen künftig die Halter von so genannten „gefährlichen Hunden“. Die „Kampfhundesteuer“ beträgt ab Januar 550 Euro bei einem Hund und 750 Euro je Hund bei zwei und mehr Kampfhunden, von denen übrigens 28 in Geilenkirchen angemeldet sind. Welche Tiere als „gefährliche Hunde“ gelten, so ergab die Diskussion im Ausschuss, ist übrigens im Landeshundegesetz definiert.

Für die SPD-Fraktion kritisierte Horst-Eberhard Hoffmann die Steigerung um rund 40 Prozent bei der Hundehaltung (ohne die Kampfhunde). Bürgermeister Fiedler hielt dem entgegen, dass man bei den Einzelhunden gar nicht erhöht habe.

Mehrfach wurde auch aus dem Ausschuss nachgefragt, wie es um die Kontrolle stünde, da sicher nicht alle Hunde angemeldet seien. Für die Verwaltung berichtete Friedhelm Kamps von negativen Erfahrungen, die die Nachbargemeinde Gangelt mit Kontrollen durch eine Fremdfirma gemacht habe. Allerdings behalte sich die Verwaltung eigene Kontrollen – etwa bei Stichproben – vor.

Wenn dann jemand mit einem nicht angemeldeten Hund erwischt werde, könne das teuer werden, da Nachzahlungen für mehrere Jahre anstehen könnten. Bei drei Nein-Stimmen gab der Haupt- und Finanzausschuss grünes Licht für die geänderte Hundesteuersatzung.

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