Geilenkirchen-Hatterath - Wer baute die Kapelle von Hatterath mitten im Wald?

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Wer baute die Kapelle von Hatterath mitten im Wald?

Von: Andrea Schever
Letzte Aktualisierung:
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Diakon Peter Birmanns feierte mit vielen Interessierten eine Messe anlässlich des Kapellenfestes in Hatterath vor der Gedenkstätte. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen-Hatterath. Blumen gehören zu feierlichem Schmuck am Gedenkplatz einfach dazu, schon immer. Nicht verwunderlich, dass man bei besonderen Anlässen stets besonderen Blumenschmuck in den zwei Kapellen der Ortschaft Hatterath findet. Egal ob auf 50 Jahre alten Bildern oder jüngst beim Kapellenfest.

So war auch die Stätte in der Hattostraße anlässlich des zweiten Kapellenfestes im Dorf dezent mit Blumen geschmückt. Begonnen wurde dieses Fest mit einer gemeinsamen Messe auf der Straße direkt vor dem kleinen Bauwerk.

Diakon Peter Birmanns und der Sprecher des Freundeskreises Hatteraths, Peter Krückels, führten gemeinsam durch die gut besuchte Eucharistiefeier.

Mit erklärenden Worten begrüßte Peter Krückels die Anwesenden, schilderte die Aufgaben, die sich der Freundeskreis auferlegt hat: die Erhaltung und Pflege der beiden Dorfkapellen. Aus diesem Grund war das Kapellenfest im vorigen Jahr auch ins Leben gerufen worden. Nämlich um Geld für den Fortbestand zu sammeln.

„Wir wollen sozial etwas fürs Dorf tun, wollen Sitte, Brauchtum und Tradition erhalten”, sagt Peter Krückels. Das schien auch anschließend beim gemütlichen Zusammensein zu funktionieren. Bei Getränken und Grillgut gesellten sich die Hatterather Bürger mit Gästen zusammen.

Teils kamen auch Fachgespräche über die Geschichte der beiden Dorfkapellen zustande. Wilfried Ronkartz brachte einige alte Fotoaufnahmen mit. Sie zeigten die Kapelle in der Hattostraße anlässlich des letzten Fronleichnams-Festes vor dem letzten Krieg - feierlich geschmückt.

Dazu wurde zum einen ein Lichterkranz in der Kapelle angebracht, zum anderen ein großer Blütenteppich vor dem Eingang der Stätte ausgebreitet.

Den zweiten Brauch kennt man auch heute, wenn große teils biblische Bilder aus Blütenblättern auf den Boden geformt werden. Zu der Zeit, als das Foto entstand, wurde dieser Brauch bereits gepflegt. In den Vorjahren hatte man einen richtigen, extra für diesen Anlass hergestellten Teppich vor den Eingang der Kapelle gelegt.

Historisch kann man über die Kapelle in der Hattostraße leider recht wenig sagen, da sie in keiner Chronik Erwähnung findet. In einem Stein über dem Eingang ist jedoch zumindest das Baujahr 1908 festgehalten.

Über den Erbauer selber oder den Anlass, aus dem die Kapelle errichtet wurde, schweigen alle historischen Schriften. Eines aber ist für Peter Krückels über die Kapelle in der Hattostraße unverrückbar: „Die muss mal mitten im Wald gestanden haben. Denn damals standen hier noch keine Häuser.”

Der Freundeskreis hofft trotz bislang ausbleibender Erfolge bei der Suche nach Informationen, dass irgendwann mehr über die Entstehung der Kapelle zu erfahren ist. Vielleicht durch Hinweise von Bürgern nahegelegener Dörfer. Bis dahin werden die beiden Kapellen im Dorf weiterhin gepflegt und für Andachten wie andere gemeinschaftliche Zwecke genutzt.
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