Gangelt - Wenn Gott den Menschen besucht

Wenn Gott den Menschen besucht

Von: hama
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Ansteckend war wieder einmal die Freude, als sich der Gospelchor „Glory to God“ anlässlich einer Andacht zum Ende des dritten Advents in musikalischer Form mit dem Evangelium beschäftigte. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Aus dem Gangelter Bruch zog leichter Nebel auf, als sich in der evangelischen Friedenskirche der Gospelchor „Glory to God“ anlässlich einer Andacht zum Ende des dritten Advents in musikalischer Form mit dem Evangelium beschäftigte. Schon zum sechsten Mal gab es den Gospelgesang in Kombination mit Versen aus dem Wort Gottes. Dass es beim Publikum ankommt, zeigt die Tatsache, dass in der Friedenskirche noch Stühle beigestellt werden mussten.

Mit dabei waren in diesem Jahr auch wieder Vertreter der Gangelter Pfadfinderschaft. Käthe und Manfred Jütten brachten zusammen mit Maxima-Samira Schlag das Friedenslicht aus Bethlehem nach Gangelt.

„Möge diese Flamme Licht in ihre Herzen bringen“, begrüßte Pastor Mathias Schoenen die Pfadfinder und die vielen Gäste. Gospelgesang soll Freude bereiten; das ist die Grundidee, die der Gangelter Chor unter der Leitung von Michael Kreutzkamp immer wieder verbreitet.

Unbändige Freude

Diese Freude sprang schnell auf die Zuhörerschaft über. Aber Gospelstücke aus der Hitparade erwartete man vergebens. Die Auswahl der Stücke schwankte zwischen Tradition und Moderne, orientierte sich vornehmlich an der Aussage der Stücke. So gab es „Emanuel“ als Eröffnungsstück in der traditionellen und später noch einmal in einer modernen Form zu hören. „Lord, I Lift Your Name“ folgte das Gebet „Atem Gottes, hauch‘ mich an“, nach Edwin Hatch. „Come, Let Us Worship“ und „Thy Will Be Done“ waren dann wieder Stücke, die dem Zuhörer eine unbändige Freude an der Musik vermitteln.

Worte wie zu einer Lichterkette aufgereiht fand Pastor Mathias Schoenen in seiner Meditation zu Jesaja 60,1c. „Letzte Nacht habe ich geträumt, Gott hätte von uns geträumt“, von den Menschen „auf der guten alten Erde“. Und er habe sie dort liegen gesehen wie einst die Astronauten von Apollo 8, zu Weihnachten im Jahre 1968, wie einen blauen Edelstein auf schwarzem Samt.

Er träumte von unserem Warten und hörte unsere Menschenbitten: „Ja, komm bald!“ Und spürte unsere Hoffnung. Und er sah uns hier singen und beten, feiern und fragen, ein Licht empfangend aus großer Ferne. Gott träumte von jedem Menschen, den Christen und den Atheisten, den Schiiten und den Sunniten, den Juden und den Hindus, er träumte von den Glücklichen und von den Trauernden, er träumte von denen, die in Iglus wohnen, in Glaspalästen und unter offenem Himmel. Er träumte von den Lebensmüden und den Lebenssatten, von denen mit rosiger Zukunft und denen mit dunkler Vergangenheit, er träumte von Dir und von mir und nahm sich vor: Die werde ich mal wieder besuchen.

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