Geilenkirchen - „Weißgott“ bringt einen Kommissar in Bedrängnis

„Weißgott“ bringt einen Kommissar in Bedrängnis

Von: Joel Teichmann
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Dr. Walter Vennen von der Buchhandlung Schmetz am Dom wird regelmäßig von Touristen gefragt, ob es dort Krimis aus der Region gebe. „Dann kann ich immer seine Bücher empfehlen“, erläutert Vennen (l.), den Blick auf Kurt Lehmkuhl gerichtet. Foto: Martin Ratajczak

Geilenkirchen. Wer die Kriminalromane von Kurt Lehmkuhl stapeln würde, der dürfte einen beachtlichen Bücherturm vor sich erblicken – so viel ist nach nun 23 Exemplaren sicher. Längst ist aus dem Aachener Autoren und ehemaligen Redakteur unserer Zeitung im Kreis Heinsberg ein „Serientäter“ geworden.

Nun steht auch sein neuestes Werk zum Verkauf in den Regalen: „Weißgott“. Es handelt sich dabei um den achten Fall des pensionierten Kriminalhauptkommissaren Rudolf-Günther Böhnke.

„Eigentlich beginnt die Geschichte bereits vor 30 Jahren“, erklärt Lehmkuhl. Zu dieser Zeit gelang es nämlich dem Arzt Dr. Gottfried Weiß, das Leben von Böhnkes Lebensgefährtin Lieselotte Kleinereich zu retten. Aus tiefster Dankbarkeit äußert Böhnke, jederzeit für den Arzt da zu sein.

Ein Versprechen, das drei Jahrzehnte später tatsächlich eingefordert wird: Der Arzt muss sich vor Gericht verantworten, weil es bei Operationen zu Todesfällen gekommen ist. Nun soll Böhnke seine Unschuld beweisen. Gesagt, getan – gäbe es da nicht diese komplizierte Zwickmühle. Denn ein zweites Versprechen bringt den pensionierten Kommissar in höchste Bedrängnis.

Doch Autor Kurt Lehmkuhl wäre nicht er selbst, wenn er nicht irgendwie wieder das Rheinland in die Geschichte integrieren würde. Also lebt Protagonist Böhnke im übersichtlichen Huppenbroich in der Nordeifel. „Da gibt es zwei Straßen hin, und eine davon ist immer gesperrt“, beschreibt Lehmkuhl den Ort. „Eigentlich gibt es dort nichts, nicht einmal Lärm.“ Und doch gebe das Örtchen dem Krimiautoren die Möglichkeit, gelegentlich Dinge aus der Eifel in die Handlung einzubauen.

„Viele Teile der Geschichte spielen zudem in Aachen“, erzählt Lehmkuhl. Von dieser Tatsache profitiert auch Dr. Walter Vennen von der Aachener Buchhandlung Schmetz am Dom, der regelmäßig von Touristen gefragt wird, ob es dort Krimis aus der Region gebe. „Dann kann ich immer seine Bücher empfehlen“, erläutert Vennen, den Finger auf Lehmkuhl gerichtet. Schließlich ist es gerade einmal einen Monat her, dass dieser mit „Mörderisches Aachen“ ein weiteres regionales Buch auf den Markt brachte.

Fiktives Krankenhaus, fiktive Stadt

Komplett wahrheitsgetreu sind die Schauplätze des neuen Buches dann aber doch nicht. Der Arzt arbeitet nämlich in einem fiktiven Krankenhaus in einer ebenso fiktiven Stadt. Denn welches Hospital will schon mit verpfuschten Operationen in Verbindung gebracht werden? Also erfand Lehmkuhl stattdessen einfach ein Neues, da ihm ein Krankenhaus-Krimi schon lange vorschwebte. „Es war einfach fällig“, sagt Lehmkuhl, der an dem Buch rund ein Jahr geschrieben hatte.

„Weißgott“ ist als Taschenbuch für 13 Euro in den Buchhandlungen erhältlich, die elektronische Variante kostet 9,99 Euro. Und auch das Buchprojekt des nächsten Jahres sei schon auf seinem sehr guten Wege, verrät Lehmkuhl. Darin sollen Alemannia Aachen und die Fußball-WM im Mittelpunkt stehen.

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