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Wehrleute retten Jungschwan

Von: g.s.
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Bauhofleiter Wolfgang Jansen, hier mit Brandoberinspektor Ralf Dechene im Korb der Drehleiter, hat den Jungschwan nach dessen Rettung vom Hallendach fest im Griff. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Eine außerplanmäßige Landung hat am Donnerstagmorgen ein Schwan auf dem Flachdach des Betriebshofes der West-Energie und Verkehr am Theodor-Heuss-Ring in Geilenkirchen hingelegt.

Der letzte Jungschwan des Paares im Wurmauenpark machte zwischen den Sonnenkollektoren eine unsanfte Notlandung und zog sich dabei ein zersaustes Gefieder zu. Ein erneuter Start war nicht möglich, denn dafür brauchen Schwäne viel Anlauf auf einer ebenen Fläche. So harrte das Tier fast bewegungslos zwischen den Kollektoren aus, bis die Mitarbeiter der West Feuerwehr und Bauhof der Stadt Geilenkirchen hinzuzogen.

Bauhofchef Wolfgang Jansen, sein Kollege Helmut Görtz und Brandoberinspektor Ralf Dechene wurden mit der Feuerwehr-Drehleiter auf das Hallendach befördert und näherten sich vorsichtig dem etwas verstört dreinblickenden Tier. Der Jungschwan hatte aber zwischen den Sonnenkollektoren keine Möglichkeit zu entfliehen, so dass ein beherzter Griff von Wolfgang Jansen zum Hals des Tieres eine „Ruhigstellung” bewirkte.

Mit dem Schwan unter dem Arm marschierte das Trio zur Drehleiter und gelangte so wieder auf die Erde. Mit Mann und Schwan im Auto ging es zum Wurmauenpark, wo der Schwan sich sofort wieder zurecht fand. Allerdings nahm der eigene „Papa” wieder seine Angriffsstellung ein und vertrieb den Jungschwan ins Gebüsch.

Die Natur sieht bei Schwänen alljährlich kurz vor dem Bau eines neuen Geleges die Vertreibung der Jungtiere des Vorjahres vor. Die Eltern greifen etwa ab Ende Januar ihren eigenen Nachwuchs an und behacken diese auch so lange, bis sie sich gezwungenermaßen für immer von ihrem Geburtsort entfernen und irgendwo ein eigenes Revier beziehen.
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