Wehr- und Sicherheitspolitik: Vertrauen auf positive Entwicklung

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Der Gesandte (stehend) sowie den Wirtschaftsattaché (r.) der Botschaft in Berlin umgeben von Reiseteilnehmern aus der Region Geilenkirchen.

Geilenkirchen/Übach-Palenberg. „Deutsches Engagement im Ausland“ – auch ein Thema, über das sich politisch interessierte Bürger aus der Region unmittelbar an den Entscheidungsplätzen in Berlin informieren konnten. Aktuell aber lagen den Reisenden die Folgen des schrecklichen Taifuns in Südostasien am Herzen. Die großen Naturkatastrophen wie zuletzt auf den Philippinen scheinen unausbleiblich.

Wenn irgendwo in der Welt Vulkane ausbrechen, Erdbeben, Unwetter oder Sturmfluten verheerende Schäden verursachen, dann benötigen die Betroffenen rasche Hilfe und Unterstützung vor Ort. Häufig kommen dann Helfer und Retter auch aus Deutschland.

Wenn in politisch instabilen Staaten internationale Wahlbeobachter die demokratischen Wahlen überwachen, dann sind in der Regel auch Deutsche dabei. Deutsche Polizeibeamte tragen Verantwortung in internationalen Polizeieinsätzen wie zum Beispiel auf dem Balkan.

Wenn bei internationalen Krisen oder Bürgerkriegen die Vereinten Nationen oder die EU einen gemeinsamen militärischen Einsatz beschließen, dann entscheiden sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestags vielleicht auch für die Teilnahme deutscher Soldaten, wie im Falle Afghanistans oder bei maritimen Einsätzen vor der Küste Somalias.

Nirgendwo kann man einen besseren Einblick in die vielfältigen und weit gefächerten deutschen zivilen und militärischen Auslandseinsätze gewinnen als im politischen Zentrum Deutschlands, der Bundeshauptstadt Berlin. Genau dieser Einblick war eines der Ziele einer Studienfahrt der Sektion Aachen/Heinsberg der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik.

Dank hervorragender Unterstützung durch den Jugendoffizier in Geilenkirchen und die Arbeitsgemeinschaft Staat und Gesellschaft informierten sich in Berlin während fünf Tagen rund 30 politisch interessierte Teilnehmer, überwiegend aus Geilenkirchen und Übach-Palenberg, über aktuelle außenpolitische und sicherheitspolitische Entwicklungen.

Dazu gehörte ein Besuch beim Bundesministerium des Inneren mit Information über internationale Polizeieinsätze. Im Berliner Zentrum für internationale Friedenseinsätze wurde verdeutlicht, wie die Auswahl und Ausbildung erfolgt und Experten durch das Auswärtige Amt kurzfristig weltweit eingesetzt werden können.

Für humanitäre Hilfe

Dritter Schwerpunkt war die Entwicklungshilfe und Armutsbekämpfung durch die sogenannten Non-Governemental-Organisations (NGOs). Am Beispiel von „Oxfam Deutschland“ wurde verdeutlicht, wie durch konsequenten Verzicht auf Zusammenarbeit mit bewaffneten Kräften humanitäre Hilfe auch in Krisengebieten geleistet werden kann.

Vierter Schwerpunkt war schließlich der Besuch im Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam, wo es um Auslandseinsätze der Bundeswehr ging, insbesondere den aktuellen Stand der Ausbildungsmission im afrikanischen Mali.

Ein besonderer Höhepunkt der Studienfahrt war dann der Besuch bei der afghanischen Botschaft in Berlin. Dort nahm sich der Gesandte der Botschaft, Abed Nadjib, viel Zeit für seine Einschätzung der Lage und der erzielten Verbesserungen durch die Auslandshilfe der zurückliegenden Jahre.

Unvergesslich bleiben die eindringlichen, sehr persönlichen und emotionalen Ausführungen des Diplomaten und dessen Bemühen, den deutschen Gästen Zuversicht und Vertrauen auf eine positive Zukunftsentwicklung Afghanistans auch nach dem Abzug der alliierten Kampftruppen im Jahr 2014 mitzugeben.

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