Warnstreik: Die Busse der West bleiben in ihren Depots

Von: eska/st
Letzte Aktualisierung:
7417328.jpg
Bleiben am Mittwoch in den Geilenkirchener Depots: die Busse der West Energie und Verkehr. Foto: Nicola Gottfroh

Kreis Heinsberg. Am Mittwoch und Donnerstag rollt sie an, die nächste Warnstreikwelle, mit der die Arbeitnehmer Druck machen wollen. Schließlich laufen derzeit die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in Bund und Kommunen.

Im Kreis Heinsberg werden deshalb die Busse der West Energie und Verkehr in den Depots bleiben. Auch die Übach-Palenberger Stadtverwaltung ist von Verdi am Donnerstag zum Streik aufgerufen worden. Alle Beschäftigten der Verwaltung, des Bauhofes, der Schulen, des Mehrgenerationenhauses und des Ü-Bades sind zum Streik aufgefordert. „Die Stimmung ist gut. Wir müssen wenig tun, um die Menschen von unserer Forderung zu überzeugen, auf die Straße zu gehen“, sagt Corinna Groß, Bezirksgeschäftsführerin des Verdi-Bezirks Aachen – Düren – Erft.

Der Übach-Palenberger Hauptamtsleiter Thomas Schöder geht allerdings davon aus, dass die Auswirkungen des Streiks kaum zu spüren sind. „Durch das beamtete Personal können wir einen Notdienst einrichten und das Leistungsspektrum erhalten“, versichert er. 161 tariflich Beschäftigte und 39 Beamte gehören insgesamt zur Stadtverwaltung Übach-Palenberg. Kindergärten befinden sich nicht in städtischer Trägerschaft, sondern werden von Kirchen und Wohlfahrtsverbänden betrieben. Laut Personalrat ist mit dem Streik von nur einigen wenigen Beschäftigten in der Stadt zu rechnen.

Während die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Mitglieder in Erkelenz, Hückelhoven und Wegberg für Donnerstag nicht zur Arbeitsniederlegung aufgefordert hat, verschärft die Kommunalgewerkschaft Komba die Gangart – auch im Kreis Heinsberg. „Wir haben die Beschäftigten in ganz NRW aufgefordert, ihre Arbeit niederzulegen“, betont Michael Kaulen, Abteilungsleiter Tarifangelegenheiten bei Komba.

Kaulen spricht in diesem Zusammenhang von einer „hohen Streikbereitschaft“ in Komba-Reihen. Im Bedarfsfall werde es Notgruppen in Kitas geben. Auch die Mitglieder in den Bereichen Müllentsorgung, Verwaltung oder Soziales seien zur Beteiligung aufgerufen. Laut Hubert Meyers, stellvertretender Komba-Landesvorsitzender, fahren die Komba-Mitglieder der Region Aachen am Donnerstag mit zehn Bussen zur Großkundgebung nach Bochum. Dementsprechend werde es im Kreis Heinsberg voraussichtlich „punktuelle Arbeitsniederlegungen und geringfügige Einschränkungen“ geben.

Klar ist: Heute und am Donnerstag wird der Busverkehr der West Energie und Verkehr wieder von Warnstreiks betroffen sein. Darüber hinaus werden laut Kofent Dienste des NEW Netzes Geilenkirchen nur eingeschränkt angeboten. In puncto Busverkehr will die West mit Vertragsunternehmen einen Notfahrplan umsetzen. Auf den Linien SB1 (Erkelenz – Gerderath – Wassenberg – Heinsberg – Geilenkirchen – Palenberg – Übach und zurück), SB3 (Geilenkirchen – Gillrath – Gangelt – Süsterseel – Tüddern – Höngen und zurück), SB4 (Erkelenz – Baal – Hückelhoven – Ratheim – Oberbruch – Heinsberg und zurück), BW1 (Setterich – Baesweiler – Oidtweiler – Bettendorf und zurück), 411 (Kehrbusch – Rath-Anhoven – Kipshoven – Gripekoven – Beeck –Wegberg und zurück), 430 (Palenberg – Übach – Boscheln – Merkstein – Herzogenrath und zurück) sowie 431 (Geilenkirchen – Frelenberg – Palenberg – Übach – Boscheln – Baesweiler und zurück) sollen die regulären Fahrten komplett angeboten werden; dies ist gegenüber der Vorwoche eine Veränderung. Auf den Linien 438 (Saeffelen – Großwehrhagen – Höngen – Havert – Millen-Bruch – Isenbruch – Schalbruch und zurück)und 439 (Millen – Tüddern – Höngen – Hillensberg – Wehr – Süsterseel und zurück) sollen nur vereinzelte Fahrten ausfallen. Es könne vereinzelt auf diesen Linien Verspätungen geben.

Auf den nicht genannten Linien könnten nach Angaben der West nur vereinzelte Fahrten angeboten werden. Die Fahrten zu den Grundschulen sollen erfolgen.Busse und Züge der Deutschen Bahn werden unterdessen ungeachtet des Warnstreiks planmäßig unterwegs sein. Nach Unternehmensangaben können somit Pendler und Reisende die durch den Kreis Heinsberg führenden Bahnstrecke Aachen – Mönchengladbach sowie die neue Verbindung von Lindern nach Heinsberg wie gewohnt nutzen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert