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Wann kann man eine Pflegestufe beantragen?

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Das Katharina-Kasper-Heim lud zu einem Vortrag: „Feststellung der Pflegebedürftigkeit“. Rund 30 Zuhörer erfuhren unter anderem wie der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) die Pflegebedürftigkeit eines Menschen feststellt.

Gangelt. „Eine Pflegestufe beantragen – wie geht das?“ Diese Frage stellen sich täglich Millionen Menschen in Deutschland. Unsere Gesellschaft altert und die Anzahl der Pflegebedürftigen steigt stetig.

„Dass deshalb das Thema Pflegebedürftigkeit für viele Angehörige ein wichtiges und oftmals kompliziertes Thema ist, erleben wir häufig in unserer täglichen Arbeit“, sagt Josef Aretz, Einrichtungsleiter des Katharina-Kasper-Heims, das zu den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf gehört.

Aus diesem Grund lud Aretz jetzt zu einem Vortrag mit dem Thema „Feststellung der Pflegebedürftigkeit“ ein.

Rund 30 Zuhörer erfuhren von Referentin Elvira Schmitz von der Kreisverwaltung Heinsberg unter anderem, wie der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) die Pflegebedürftigkeit eines Menschen feststellt. Hierbei ging sie neben den Grundsätzen bei der Feststellung auch auf Besonderheiten der Ermittlung des Hilfsbedarfs bei Demenzkranken ein.

Die Pflegesachverständige erläuterte die Stufen der Pflegebedürftigkeit sowie die entsprechenden Leistungen der Pflegekasse. Als besonders wichtig bezeichnete Schmitz die Tatsache, dass ein Angehöriger bei der Begutachtung durch den MDK anwesend sei: „Kommt ein Gutachter ins Haus, mobilisieren ältere Menschen häufig ihre letzten Reserven.

Viele von ihnen sind der Meinung, dass es sich nicht gehört, Fremde um Hilfe zu bitten und zeigen sich beim MDK-Besuch von ihrer besten Seite.“ Deshalb sei es Aufgabe der Angehörigen, die reale Alltagssituation darzustellen. „Sonst wäre es so, als ob man ein Auto reparieren ließe, bevor man den Schaden der Versicherung meldet.“

An Demenz erkrankte Menschen zeigten verschiedene Besonderheiten, die Einfluss auf die Grundpflege hätten, so Schmitz. Hierzu gehören beispielsweise Weglauftendenzen, eine mangelnde Motivation oder fehlende Einsicht und auch eine eingeschränkte Orientierung sowie eine Umkehr des Tag-Nacht-Rhythmus.

Von zentraler Bedeutung seien bei Demenzkranken insbesondere zwei Hilfeformen: die Beaufsichtigung und die Anleitung. Hierdurch könnte die Selbstständigkeit des Demenzkranken erhalten und gefördert werden.

Entscheidendes Beurteilungskriterium für die Pflegebedürftigkeit sei nicht die Diagnose „Demenz“, sondern deren individuelle Ausprägung, schloss Schmitz ihren Vortrag.

Schon während der Ausführungen der gelernten Krankenschwester und auch im Anschluss daran zeigten viele Fragen der Zuhörer ihr Interesse an dem – wie sich im Laufe des Abends zeigte – teilweise diffizilen Thema.

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