Geilenkirchen/ Übach-Palenberg - Waldbrandgefahr: Warnstufe 3 für die Region

Waldbrandgefahr: Warnstufe 3 für die Region

Von: ng
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Wenn im Wald ein Feuer ausbricht, hat die Feuerwehr alle Hände voll zu tun, den Brand einzudämmen. So wie hier in Bauchem. Damit das gar nicht erst geschieht, ist dieser Tage Vorsicht im Wald geboten. Foto: Schmitz

Geilenkirchen/ Übach-Palenberg. Während Sommerhitze und Trockenheit für die Ferienkinder ein Segen sind, treibt sie Konrad Hecker, Leiter des Regionalforstamtes Rureifel-Jülicher Börde, die Sorgenfalten ins Gesicht. Auch wenn es am Mittwoch vielerorts geregnet hat, meldet der Wetterdienst noch immer Warnstufe 3. „Die bedeutet mittlere Gefahr“, sagt Hecker. „Es ist also trotz des Regens immer noch gefährlich.“

Für die Waldflächen sei der Niederschlag nur ein Tropfen auf den heißen Stein bzw. auf das heiße, trockene Blatt. Um die Gefahr zu bannen, müsste es stark und langanhaltend regnen, mindestens 20 bis 30 Millimeter Regen sollten fallen, so Hecker. Denn da die Hölzer und der Boden sehr trocken seien, bräuchten sie eine Menge Flüssigkeit, die auch tiefer in die Holzschichten eindringen müsse. So viel Wasser fällt wohl erstmal nicht. „Vielmehr wird der Regen schnell wieder verdunsten, denn für die kommenden Tage ist wieder große Hitze gemeldet.“

In der Teverener Heide, in den Übacher Waldgebieten, im Frelenberger Wald in Geilenkirchen oder in den Forstgebieten des Selfkants vergrößert sich damit täglich das Risiko eines Waldbrandes. Zehn Prozent der Fläche des Kreises Heinsberg bestehen aus Waldflächen – und die gilt es zu schützen.

Um Bränden vorzubeugen, sollten Spaziergänger derzeit auf Nutzfeuer verzichten und keinesfalls in Waldnähe grillen oder gar ein Lagerfeuer entfachen. „Vor allem für Grillkohle braucht man mehrere Liter Wasser, um sie endgültig zu löschen – die hat man im Wald nicht zur Verfügung“, erklärt der Experte. Auch Glas sollte man nicht zurücklassen und seine Zigarettenkippen nicht achtlos wegwerfen. „Beim Rauchen im Wald ist im Sommer höchste Vorsicht geboten. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass in der Zeit vom 1. März bis Ende Oktober ein Rauchverbot in den Wäldern herrscht“, sagt Hecker.

Zudem warnt er: „Wer seine Kippe einfach aus dem Wagenfenster schnippt, denkt meistens nicht daran, dass die noch glühende Zigarette in der Böschung oder im Wegebankett landen kann. Und wenn die Feuer fangen, führen sie wie eine Lunte in den Wald hinein.“

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