Von zarten „Monsters“ zum harten Rock

Von: Christina Kolodzey
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Die Big Band, hier mit allen Mitwirkenden aus der Stufe Q2, war absolut fit zwischen „Eye of the Tiger“ oder gar „Rudolph, the red nosed Reindeer“. Die große Spielfreude war spürbar. Foto: Christina Kolodzey

Geilenkirchen. „St. Ursula‘s Calling“ hieß das Motto der zukünftigen Abiturientia für ihr komplett in eigener Regie organisiertes Konzert. Die Organisation hatten Lisa Dohmen, Marc Zaunbrecher und Yannick Schachtzabel übernommen hatten.

St. Ursula rief, und Jung und Alt ließ sich von diesem Ruf locken und kam herbei, um über drei Stunden hinweg zu erleben, was sich die Q2 während dreimonatiger Proben ausgedacht hatte.

Lisa Dohmen begrüßte fröhlich das Publikum, und auch Schulleiter Jürgen Pallaske hieß die Gäste willkommen. Dann hieß es „Bühne frei“ für die Akteure. Schon der erste Act, die Hip-Hop-Formation, bestehend aus Michele Strauch, Patrick Lipowski und Lisa Dohmen, zog die Zuschauer in den Bann. Die einstudierte Choreographie zu einem Medley aus drei Chart-Songs, atemberaubend getanzt in für dieses Genre typischer Streetwear mit Kapuzenpullis, rief Begeisterungsstürme hervor.

In Abbas Welt verführt

Als Genuss für die Ohren folgte darauf das Akustik-Set mit Darline Schubert, Gesang, Yannick Schachtzabel an der Gitarre sowie Florian Achten am Keyboard und Cachon. Ob „Wrecking Ball“ von Miley Cyrus, „One more Night“ von Maroone5 oder „Radioactive“ von Imagine Dragons – eingängige, eher leise Melodien, von den Instrumentalisten unplugged und klangsauber vorgetragen, mit Darlines ausdrucksstarker Stimme, mal mit sanftem Timbre hauchend, dann wieder voluminös, verfehlten ihre Wirkung nicht. Die Zuhörer bedankten sich beeindruckt mit lang anhaltendem Applaus.

Ohrwürmer nach Abba-Songs waren als Nächstes angesagt. Lisa Dohmen, Mark Zaunbrecher, Hendrick von Heel und Darline Schubert mit ihren Saxophonen, begleitet von Yannick Dietel am Cachon, entführten mit „Money, Money, Money“, „Thank you for the Music“ und „I have a Dream“ so flüssig und sicher spielend in die 1970er Jahre, dass das berühmt-berüchtigte „Abba-Mania-Fieber“ schnell auf die Gäste übergriff, mit heftigem Fußwippen und glänzenden Augen begann und in brausendem Beifall endete. Das für ein Fieber typische Durstgefühl konnte allerdings erst in der Pause gelöscht werden.

Vorher wurde dem Publikum von einem Teil der Big Band, bestehend aus 14 Schülern der Q2, weiter tüchtig eingeheizt: „Eye of the Tiger“ von Survivor oder „Final Countdown“ von Europe, bombastisch und bravourös dargeboten, ließen die Besucher nicht zur Ruhe kommen. Selbst bei weihnachtlichen Klängen wie „Rudolph, the red nosed Reindeer“ oder „Feliz Navidad“ war die enorme Spielfreude der Band so mitreißend, dass alle unwillkürlich mitswingen mussten.

Mitten in die Herzen

Nach der Pause gab es erst ein wenig Entspannung dank Pia Hensen und Peter Röger. Begleitend auf Peters Gitarre sang sich das Duo mit „Little talks“ von Monsters and Men, „Safe and sound“ von Capital Cities, einem Oasis-Medley und anderen Liedern in die Herzen der Zuhörer und entführten sie in berührende Klangwelten. Gesanglich harmonisch aufeinander abgestimmt, brillierten beide mit wohlakzentuierten Darbietungen, Pia mit ihrer streichelzarten, doch ungemein kraftvollen Stimme, Peter mit wohlklingendem Bass.

Den fulminanten Abschluss dieses Abends bildete die extra für dieses Konzert zusammengestellte Abi-Rockband mit Lena Aretz, Marc Kirchhoff, Johannes Robertz, Luca Farina, Florian Achten, Mark Zaunbrecher und Yannick Schachtzabel. Sie bot einen Streifzug durch die Rock- und Popgeschichte mit „Nothing else matters“ von Metallica, „Wake me up“ von Avicii mit ungewohntem, kreativ selbst gestalteten Reggae-Anfang, „Don‘t give me that“ von BossHoss und vielen anderen großartig interpretierten Songs, die bis in die hinterste Ecke der Aula akustisch perfekt zu hören waren, wie es sich für eine echte Rockband gehört.

Robbie und die Leuchtstäbe

Immer wieder brauste Applaus auf, begeisterte Bravo-Rufe zeugten von einem restlos überwältigten Publikum, der Saal tobte. Last not least brachte „Angels“ von Robbie Williams mit Leuchtstäben, die die Zuschauer unter ihren Stühlen gefunden hatten und ausgelassen schwenkten, eine zauberhafte Stimmung in den Saal und beendete das einzigartige Konzert.

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