Von Hartz IV auf den Stuhl des Bürgermeisters?

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Er möchte als Bürgermeister ins Rathaus: der Einzelkandidat Horst Grunert. Foto: Stephan Vallata

Geilenkirchen. Vom Tellerwäscher zum Millionär? Eher unwahrscheinlich. Vom Hartz IV-Empfänger zum Geilenkirchener Bürgermeister? Eher aussichtslos. Horst Grunert, geschieden, zwei Kinder, parteilos, seit 2003 arbeitslos, so manchem in der Stadt als Querulant und Demonstrant bekannt, sieht das anders.

„Eine Chance ist immer da, sonst hätte ich es nicht gemacht.” Der 49-Jährige tritt bei den Kommunalwahlen als Einzelbewerber an. Gegen Andreas Borghorst (CDU), gegen den parteilosen Thomas Fiedler, Kandidat der Oppositionsparteien im Geilenkirchener Stadtrat, und gegen Silke Müller (Die Linke).

Horst Grunert demonstrierte vor Jahren vor der Teverener Pfarrkirche, er protestierte vor St. Marien. „Und bei der Stadtverwaltung bin ich als Arbeitsfauler und Bekloppter bekannt”, sagt er.

Das sieht er aber ganz anders: „Ich lasse mir nur nicht alles gefallen. Wenn man arbeitslos ist, wird oft versucht, die Persönlichkeit des Menschen zu verletzen. Aber wenn es um die Menschenwürde geht, hört es auf”, nennt er einen Grund für seine überraschende Kandidatur.

„Die SPD hat keinen eigenen Kandidaten, sondern setzt auf einen Verwaltungsfachmann, der gut ist, aber nichts für die kleinen Leute tut. Das ist Augenwischerei, das ist wieder gegen die Hartz IV-Empfänger.”
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