Vom Bazillus Politik infiziert

Von: Georg Schmitz
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Nach vielen Jahren als gewählte Volksvertreter wurden die ausgeschiedenen Ratsmitglieder mit einer Feierstunden im Haus Basten verabschiedet. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Im Haus Basten sind sie noch einmal in der Konstellation zusammengetroffen, in der sie viele Jahre lang die Geschicke der Stadt Geilenkirchen mitbestimmt haben.

Gemeint sind die Ratsdamen und -herren mit dem ehemaligen Bürgermeister Andreas Borghorst an der Spitze, die von dessen Nachfolger im Amt für ihre langjährige Tätigkeit als gewählte Vertreter der Bürgerschaft geehrt wurden.

Während der Feierstunde zogen auch Ekaterina Vorrat (Flügel), Marco Grunert (Cello) und Klaus Mehler (Flügel) mit ihren musikalischen Darbietungen die Aufmerksamkeit der geladenen Gäste auf sich. Deshalb galt der Dank von Bürgermeister Thomas Fiedler eingangs auch den drei Solisten. Mit Blick auf die sich seit Jahren verschlechternde finanzielle Situation bundesdeutscher Städte und Gemeinden war sich Fiedler zu Beginn seiner kurzen Ansprache sicher: „Wir stehen vor einer schwierigen Ratsperiode.”

Dies würden sicherlich auch die ausgeschiedenen Ratsmitglieder so sehen. „Schon allein deshalb glaube ich, dass die ausgeschiedenen Ratsvertreter die politische Entwicklung in Geilenkirchen aufmerksam verfolgen werden - auch wenn sie selbst nicht mehr im Rat aktiv sind”, sagte Thomas Fiedler. Denn den Bazillus Kommunalpolitik werde man nicht so schnell los.

Kommunalpolitiker betrieben Demokratie in ihrer unmittelbarsten Form, sie stünden in direktem Kontakt zu den Bürgern, wüssten was ihnen auf den Nägeln brennt, und sie würden deren Wünsche und Sorgen kennen. Konrad Adenauer habe es einmal so formuliert: „Demokratie wird am Besten in den Gemeinden gelehrt. Dort werden die politische Arbeit und das Ergebnis einer Abstimmung unmittelbar sichtbar gemacht.” Fiedler dankte den ausgeschiedenen Volksvertretern, diese hätten sich für das Allgemeinwohl, das Gemeinwesen eingesetzt und sich mit großem Engagement für die Interessen der Stadt stark gemacht.

Die ehemaligen Ratsmitglieder hätten in den vergangenen Jahren viel für Geilenkirchen getan. „Dies ist nur möglich geworden, weil Sie in mühevoller und oft zäher politischer Kleinarbeit für die Interessen unserer Stadt gekämpft haben. Sie haben Freizeit, Urlaub und Wochenenden geopfert, damit Sie Ihrer ehrenamtlichen Arbeit zuverlässig und gewissenhaft nachgehen konnten”, resümierte der Bürgermeister. Max Weber habe einmal gesagt: „Politik ist das zähe Bohren an harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.” Fiedler dankte im Namen der Stadt Geilenkirchen und bezog auch die Lebenspartner der Volksvertreter mit ein.
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