Volkslauf: In der Herbstsonne Übachs Berge hinauf

Von: Markus Bienwald
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Schnelle Läufer waren schon bei den jüngsten Teilnehmern zu beobachten. Bienwald Foto: Markus Bienwald
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Nach dem Startschuss durch Schirmherr Wolfgang Jungnitsch (ganz links) traten auf der Zehn-Kilometer-Distanz die meisten Läufer an. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Dieter Tobies hatte am Sonntagvormittag wirklich alle Hände voll zu tun: Er und sein Team vom inzwischen 42. Volkslauf in Übach-Palenberg freuten sich über den hervorragenden Zuspruch, der sich vor allem in hohen Teilnahmezahlen bei den jüngsten Altersklassen niederschlug.

„Wir freuen uns über gewaltigen Zuspruch, der sicher auch dem guten Wetter zuzuschreiben ist“, so der Sportwart vom Veranstalter SV Rot-Weiß Schlafhorst beim jüngsten Laufevent rund um das Ü-Bad der ehemaligen Zechengemeinde.

Die Feinde des Läufers

Der Stress aus den Startstunden und dem morgendlichen Aufbauprozedere war aber um die Mittagszeit vergessen. Vorsitzender Wolfgang Gudduschat verzeichnete gegenüber dem Vorjahr, als das Wetter etwas schlechter ausgefallen war, gar ein deutliches Plus an Läufern. „Es sind rund 50 mehr als letztes Mal“, so Gudduschat, der damit mehr als 250 Teilnehmer zählte. Die brachte sicherlich auch der spätsommerliche Sonnenschein nach Übach, wo sich die allermeisten von ihnen auf die lange Distanz von zehn Kilometern aufmachten. Hier traten auch die echten Cracks unter den Freizeitsportlern an, die sich der von einer schwierigen Topographie geprägten Strecke gerne annahmen. „Der Weg ist gar nicht so leicht, viele Steigungen, teils schweres Geläuf, aber auch Gegenwind auf dem Boschelner Feld sind die Feinde der Läufer“, weiß Wolfgang Gudduschat. „Hauptsache ankommen“, war da für manche die Devise, was auch schon bei kürzeren Strecken galt.

„Ich bin kaputt“, sagte beispielsweise Hans Switalla, der mit seinem Baumarkt-Team zum zweiten Mal mit Bollerwagen auf die „Jedermann-Distanz“ von 3,8 Kilometern ging und sich freute, dass alle heil ins Ziel gekommen sind. Das galt auch für die Kinder und Jugendlichen, die mit Feuereifer und viel sportlichem Ehrgeiz die für sie ausgewählten kürzeren Strecken angingen. Da musste auch schonmal die Hand von Opa oder Papa helfen, um die letzten Meter bis ins Ziel anständig über die Runden zu bringen.

Bei so viel Andrang waren natürlich auch Dieter Tobies und seine Mannschaft unten bei der Mixed-Zone am Eingang des Ü-Bades gefragt. Sie halfen nicht nur mit Getränken, Snacks und später auch einer köstlichen Erbsensuppe, verlorene Kraft in Ruhe wieder nachzutanken. Sie sorgten sich auch für die Vergabe aller Urkunden und freuten sich über die Unterstützung von Schirmherr Wolfgang Jungnitsch. Der Bürgermeister selbst setzte die Läufer per Startpistole auf der Zehn-Kilometer-Distanz in Bewegung.

Ungewollter Lacher

Gegen Mittag waren dann alle Anfeuerungsrufe verklungen und die letzten Streckenposten kehrten zurück zu ihren Vereinskameraden. Und dabei durften sie sich über Auszeichnungen von verdienten Sportlern freuen. So wurde der Vater des Volkslaufes, Josef Reinartz, mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Leichtathletikverbandes ausgezeichnet, die silberne Ehrennadel des Leichtathletikverbandes Nordrhein dürfen nun Klaus Dittmar, Günther Wissmann und Janke Utecht tragen.

Letzterer sorgte übrigens noch für einen ungewollten Lacher. „Ich geh‘ jetzt mal am Friedhof Getränke verteilen“, sagte er. Alle anderen Anwesenden lachten spontan, hörte sich das doch ein wenig seltsam an. Gemeint war aber natürlich die Getränkeausgabe auf der halben Distanz der Zehn-Kilometer-Strecke, die eben am Friedhof in Boscheln stattfand. So schrieb auch der 42. Volkslauf in Übach-Palenberg wieder seine Geschichtchen, und das wird sicherlich auch im Herbst 2015 wieder so sein.

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