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Vier Anlaufstellen beim Tag des Offenen Denkmals

Von: Markus Bienwald
Letzte Aktualisierung:
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Richard Riediger zeigte den interessierten Besuchern an der historischen Wurmbrücke in Rimburg einen Abguss eines Fußabdrucks eines römischen Legionärs, der bei Ausgrabungen rund um die Via Belgica gefunden wurde. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Das Wetter war schon merklich kühler, als die vielen Besucher ihre Anlaufstellen anlässlich des Tages des Offenen Denkmals in der ehemaligen Zechengemeinde aufsuchten. Und genau diese Bergbaugeschichte bot eine höchst interessante Begegnung: Das heutige Carolus-Magnus-Centrum (CMC). Aber auch das Stichwort „Via Belgica“ wurde gern aufgegriffen.

In der Zeit zwischen 1928 und 1930 als Sinnbild des Ziegelstein-Expressionismus und Verwaltungsgebäude der damaligen Gewerkschaft Carolus Magnus errichtet, ist dort heute ein Zentrum eingerichtet für Gründer, Innovation, Dienstleistung und Begegnungen. Die gab es reichlich, denn bereits kurz nachdem Petra Janßen von der Verwaltung des CMC die Türen geöffnet hatte, strömten die Menschen hinein, um das einzigartige Bauwerk zu erleben.

Anhand historischer Bilder konnte die Entwicklung des Bergbaus am Ort nachverfolgt werden. Diese Bilder zeigten aber auch, wie viel des historischen Baugrundes bereits verloren ist und heute ein völlig anderes Gesicht zeigt, als es noch zur Blüte der hier im September 1962 eingestellten Steinkohleförderung war.

Ein paar Jahrhunderte weiter zurück reichte die Geschichte der ebenfalls geöffneten „Weißen Kirche“ in Frelenberg. Die alte katholische Kirche strahlte hell vom Hügel über den wunderschönen alten Weg. Zunächst bestand das Gotteshaus aus einem einfachen, kleinen Saalbau, der im 17. Jahrhundert nach Westen hin verlängert wurde und den Glockenturm einschloss. Im 19. Jahrhundert folgten dann die Erweiterungen nach Osten um Chor und Sakristei, was nun sehr lebendig nachvollzogen werden konnte.

Etwas weiter in Richtung Wurm war mit dem Schloss Zweibrüggen ein weiteres Baudenkmal in Übach-Palenberg geöffnet. Hier fand an diesem Tag nicht nur die hochrangig besetzte Verleihung des Kunst- und Kulturpreises der Stadt statt.

Auch die historischen Gemäuer, der wundervolle Garten und die einmalige Lage im Wurmtal zogen die Menschen an. Dass das schon vor etlichen Jahrhunderten der Fall dar, zeigten die Mitglieder des Vereins für Denkmalschutz und Landschaftspflege in Übach-Palenberg.

Matthias Zavrtak und Richard Riediger ließen die Geschichte der an der historischen Wurmbrücke zwischen der deutschen und der niederländischen Seite von Rimburg auch anhand vieler gezeigter Fundstücke lebendig werden. Denn hier war ein wichtiger Flussübergang an der so genannten „Via Belgica“ platziert.

Eine Römerstraße, die früher einmal von Köln nach Boulogne-sur-Mer reichte, und auf ihrem Weg auch auf vermutlich fünf Kilometern Wegstrecke das heutige Stadtgebiet von Übach-Palenberg berührte.

Berühmte Zeugen dieser Zeit sind heute noch das frühere römische Badehaus, das am ursprünglichen Standort im heutigen Naherholungsgebiet Wurmtal in den Jahren zwischen 1928 und 1930 bei Grabungen entdeckt wurde.

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