Geilenkirchen - Viel Beifall für „Aphrodite aus dem Gartenteich”

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Viel Beifall für „Aphrodite aus dem Gartenteich”

Von: mabie
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Armin Bings (l.) mit seinen Gedichten und Texten sowie Andre Schmidt mit Gitarre und Texten begeisterten die Gäste in der Stadtbücherei Geilenkirchen.

Geilenkirchen. „Grooves und Reime”: wie gut das im engen Zusammenspiel zweier perfekt aufeinander abgestimmter Akteure funktionieren kann, haben Andre Schmidt und Armin Bings mit ihrem Programm „Aphrodite aus dem Gartenteich” gezeigt.

Als Abschlussveranstaltung der Reihe „Treffpunkt Bibliothek” in der Stadtbücherei Geilenkirchen hatten sich Leiterin Antonia Zaharanski und ihr rühriges Team dieses Ausnahmeduo aus Köln eingeladen. Und der ausverkaufte Gastraum zeigte zu Recht, dass hier zwei echte Könner ihres jeweiligen Genres bei der Arbeit waren.

In Gillrath aufgewachsen

Wobei das mit dem „Kölner” so eine Sache ist, wie sie offenbarten. „Die Herkunft vom Dorf”, so beide unisono, sei bei ihnen ein wichtiges Thema. Armin Bings stammt sogar aus unseren Breiten, er wuchs in Gillrath auf und gewann 1983 an gleicher Stelle den damaligen Vorlesewettbewerb für Schüler. Nicht nur deshalb war es ein besonderer Abend für Bings, der seit fünf Jahren regelmäßig zur Reihe „Schöner Lesen” am Sonntagabend in Köln einlädt.

Sein Partner Andre Schmidt ist Musiker und Texter, so war es kein Wunder, dass sie sich bei einem Textstipendium der Gema-Stiftung kennenlernten und seitdem zusammen arbeiten. „Wir haben einen ähnlichen Ton beim Erzählen”, sagt Armin Bings. Was er damit meinte, durften die Gäste bei Liedern, Texten und Gedichten über Liebe, Tod und Schönheit genießen. Kleine, alltägliche Beobachtungen spielen in der Kunst beider Charaktere die tragende Rolle.

Mit Anspruch

„Es sind aber immer unterhaltsame Sachen, nicht zu verkopft, dennoch mit Anspruch”, brachte es Andre Schmidt auf den Punkt. So hob er zu Beginn zu „Vielleicht” an, zu einer Ode an das Zaudern, das doch jeden so dann und wann in seinen Bann ziehen kann.

Überhaupt waren die „Aha-Effekte”, das Wiedererkennen von Situationen, das Lesen von Gefühlen und die damit verbundene Einheit mit dem Publikum ein wichtiger Punkt an diesem Abend. So erkannte sich sicherlich jeder wieder, der, mit Armin Bings Gedicht „Sorry, Matratze” im Ohr, schon einmal Gedanken über diesen alltäglich anmutenden, aber wichtigen Begleiter des Lebens gemacht hat.

Aber es ging auch anders: Bings zeigte im „Schöpfer” augenzwinkernd, wie Gott den „Nachtmull” erschuf, kurz vor Ende des sechsten Tages und aus Resten, die er noch in seiner Schöpferwerkstatt vorfand. Schmidt konterte mit dem „Rückspulblues”, einem Lied, das jedem Wasser auf die Mühlen goss, der sich schon mal wünschte, eine verwunschene Situation einfach noch einmal durchleben zu dürfen, um dann ja alles richtig zu machen.

Beide, da waren sich Gastgeber wie Gäste sicher, hatten an diesem Abend alles richtig gemacht und nicht nur für einen genialen Abschluss der Bibliothekswoche gesorgt. Das zeigten schon der riesige Applaus und der Wunsch nach „mehr davon”, der von allen Besuchern zweifelsfrei bestätigt wurde.
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