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Vertretungspläne bald aufs Schülerhandy

Von: Udo Stüßer
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Schulleiter Uwe Böken (2. von
Schulleiter Uwe Böken (2. von rechts) freut sich, dass mit Peter Ruske, Ingrid Nick und Roswitha Steffens (von links) nach Monaten der Vakanz nun die Leitung der Gesamtschule komplett ist. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Arbeitszufriedenheit ist nicht nur eine Sache des Salärs”, erklärt Uwe Böken, Leiter der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule. „Nein, auch positive Veränderungen tragen dazu bei”, ergänzt seine Stellvertreterin Roswitha Steffens. 16 Jahre war Roswitha Steffens Didaktische Leiterin und damit bereits Mitglied der Schulleitung, seit fast einem Jahr ist sie Bökens Stellvertreterin.

Eine der von ihr angesprochenen positiven Veränderungen wird zum Beginn des neuen Schuljahres deutlich sichtbar: Vorbei ist dann die Zeit, in der Lehrer und Schüler vor Unterrichtsbeginn zum Schwarzen Brett hetzen, um die Vertretungspläne zu studieren. Diese sollen dann auf großen Monitoren im Lehrerzimmer, in der Pausenhalle und im zweiten Stock, wo die Oberstufe unterrichtet wird, sichtbar sein. Auch sollen diese Pläne täglich bis 7.30 Uhr im Internet stehen, so dass Schüler und Lehrer sich zu Hause oder auf dem Weg zur Schule per Computer, Tablet PC oder Handy informieren können.

Didaktischer Leiter

Vorbei ist damit auch die Zeit, in der Roswitha Steffens oder ihre Kollegen Dr. Emil Deckwirth und Ronny Hennings, die mit der stellvertretenden Schulleiterin die Unterrichts- und Vertretungspläne erarbeiten, morgens um 7 Uhr in der Schule auf Krankmeldungen ihrer Kollegen warten.

„Das kann ich am frühen Morgen bereits zu Hause erledigen”, sagt Steffens. Die Bildschirme stehen bereit, die Software für die Erstellung von Unterrichts- und Vertretungsplänen hat die Stadt Geilenkirchen als Schulträger schon längst angeschafft. Jetzt muss Jens Thelen von der Geilenkirchener Stadtverwaltung das Programm so weiterschreiben, dass die Pläne ins Internet gestellt werden und die betreffenden Lehrer via Datenleitung gleich eine Kenntnisnahme bestätigen können. „Aber auch andere wichtige Mitteilungen können über die Monitore laufen”, freut sich die Englischlehrerin.

Sprechen Roswitha Steffens und Uwe Böken von positiven Veränderungen in der Schule, die von 1000 Schülern besucht wird, so blicken sie in diesen Tagen nach vielen Monaten der Vakanz endlich wieder auf eine komplette Schulleitung. Nachdem nämlich Roswitha Steffens zur stellvertretenden Schulleiterin ernannt worden war, war die Stelle der Didaktischen Leitung nicht mehr besetzt. Und nachdem Jörg Gaab in den Ruhestand versetzt worden war, war auch die Position des Abteilungsleiters 2, zuständig für die Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10, vakant. Jetzt wurden beide Stellen neu besetzt. Neuer Didaktischer Leiter ist Peter Ruske, seit 2008 Leiter der nun auslaufenden Hauptschule Gangelt.

Bereits im Juni 2011 hatte er sich für eine Stelle an der Geilenkirchener Gesamtschule beworben. Hier unterrichtet er nun Deutsch und Biologie und leitet parallel bis zum Jahresende noch als „Rückabgeordneter” die Gangelter Hauptschule. „Die Didaktische Leitung ist eine der interessantesten Stellen”, freut sich Ruske auf seine neuen Aufgaben. „Dabei geht es um Unterrichts- und Schulentwicklung. Denn Schule ist nicht statisch, Schule ist ein Prozess”, erklärt er. Und da gehe es auch um Fortbildungsimpulse für seine 90 Kollegen, da gehe es um transparente Leistungsbewertung. Dabei sieht sich Ruske als Koordinator und Initiator. Gleichzeitig koordiniert er den Ganztagsbetrieb der Schule.

Es geht nicht nur um die Lernangebote am Nachmittag, sondern auch um eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Wenn möglich in Kooperation mit Vereinen. „Wir hatten unter anderem eine gute Zusammenarbeit mit dem Judo- und Fußballverein. Das Problem ist aber, dass viele Übungsleiter am Mittag keine Zeit haben, weil sie berufstätig sind”, blickt Roswitha Steffens zurück. Wer sich für eine Zusammenarbeit mit der Gesamtschule interessiert, kann sich direkt an Peter Ruske wenden. „Das ist ja auch eine Nachwuchswerbung für den Verein”, sagt Ruske, der auch für das Schulprogramm und die Mitgestaltung des Schullebens, wie Feste, Tage der offenen Tür und Projektwochen, zuständig ist.

Neue Leiterin der Abteilung 2 ist Ingrid Nick, die als Mathematiklehrerin seit 1993 dem Kollegium angehört. „Meine Aufgabe besteht darin, dafür zu sorgen, dass die Schüler den für sie bestmöglichen Abschluss bekommen”, beschreibt sie ihre Arbeit. In vier Lehrerkonferenzen wird der Leistungsstand der Schüler festgelegt. „Vor jeder Konferenz wird eine Abschlussprognose erstellt. Dadurch erkennen wir, wie wir durch eine Umstufung eines Schülers einen besseren Abschluss erreichen können”, sagt Ingrid Nick.

4320 Noten im Blick

In der Jahrgangsstufe 7 tritt in der Gesamtschule die Leistungsdifferenzierung ein. Besucht der Schüler zwei Erweiterungskurse, kann er den mittleren Schulabschluss erreichen, drei E-Kurse sind für den Besuch der gymnasialen Oberstufe erforderlich. Während der Fachlehrer jeweils nur seine zu erteilenden Noten im Blick hat, schaut sich Ingrid Nick alle Noten der Schüler an, um zu sehen, ob und wann eine Umstufung für den Schüler sinnvoll ist.

„Bei 360 Schülern mit durchschnittlich zwölf Unterrichtsfächern sind das 4320 Noten”, hat der Mathematiker und Physiker Uwe Böken schnell im Kopf gerechnet. Ingrid Nick sieht sich aber auch als Mittler zwischen Schüler und Fachlehrer, „falls es zu Konflikten kommt, die der Klassenlehrer als erster Ansprechpartner nicht lösen kann”. Als Abteilungsleiterin obliegt ihr auch eine Qualitätskontrolle. Alle Fachlehrer legen ihr die Klassenarbeiten vor.

„So ist gewährleistet, dass in allen Fächern richtlinienkonform gearbeitet und eine Durchlässigkeit gewährleistet ist”, sagt die Abteilungsleiterin, die mit ihrem Kollegen Dr. Martin Kerkhoff auch für die Organisation der Berufspraktika zuständig ist.
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