Geilenkirchen - Verträge sind unterzeichnet: Eichendorff-Kolleg zieht in Gesamtschule

Verträge sind unterzeichnet: Eichendorff-Kolleg zieht in Gesamtschule

Von: Georg Schmitz
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Bürgermeister Andreas Borghorst und Staatssekretär Günter Winands bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Unterschriften sind geleistet, der Vertrag ist perfekt: Die Stadt Geilenkirchen übernimmt zum 1. Januar 2010 die Schulträgerschaft für das bisher in Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen befindliche Eichendorff-Kolleg.

Zu diesem Zweck unterzeichneten Geilenkirchens Bürgermeister Andreas Borghorst und der Staatssekretär im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, Günter Winands, am Donnerstagnachmittag die vorbereitete öffentlich-rechtliche Vereinbarung. Neben dem Bürgermeister freute sich auch der Staatssekretär, dass dem Schulstandort Geilenkirchen das Kolleg für Aussiedler und Kontingentflüchtlinge aus Osteuropa erhalten bleibt.

Seit 1974 werden in den Räumlichkeiten des Loherhofes Schüler vornehmlich aus Russland, der Ukraine, Kasachstan und Sibirien unterrichtet. Diese haben bereits in ihrem Heimatland das Abitur absolviert, das allerdings in dieser Form in Deutschland nicht anerkannt wird. Deshalb wird in einem zweijährigen Lehrgang im Eichendorff-Kolleg eine Angleichung an den deutschen Standard vorgenommen.

Im Anschluss erhalten die Absolventen dann ihre Hochschulzugangsberechtigung für ein Studium in Deutschland. „Unsere Schule hat schon Tausende Studenten hervorgebracht”, blickte Ulrich Peinkofer, stellvertretender Leiter des Eichendorff-Kollegs, zurück. In den ersten Jahrzehnten habe die Lehrgangs-Schülerzahl bei über 400 gelegen, doch die Zahlen seien in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen. Im vergangenen Jahr hätten noch rund 180 Schülerinnen und Schüler das Eichendorff-Kolleg besucht.

Aufgrund der niedrigeren Zahlen werde das Kolleg als eigenständiger Schulstandort zum Ende des laufenden Jahres aufgegeben. „Wir müssen unsere Tore schließen, freuen uns aber, dass wir hier in der Gesamtschule aufgenommen werden”, sagte Peinkofer. „Sie haben sich mit der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule eine gute Schule ausgesucht”, warf Bürgermeister Andreas Borghorst ein. Der Leitende Gesamtschuldirektor Klaus Braun freute sich, dies aus berufenem Munde zu hören und stellte kurz die vierzügige Schule vor.

1991 habe er damals mit vier Klassen und 112 Schülern angefangen, heute nutzen 952 junge Menschen die Gesamtschule als Basis für ihre Zukunft. Nach Fertigstellung des Neubaus im Sommer 2010 kämen dann noch einmal rund 160 Schüler des Eichendorff-Kollegs hinzu. „Ich bin froh, dass ich heute hier in meiner Heimatstadt diesen Vertrag unterzeichnen darf”, freute sich Staatssekretär Günter Winands. Winands ist Geilenkirchener und in Grotenrath aufgewachsen. Eine eigene Schule mit derart wenigen Schülern, die das Eichendorff-Kolleg noch nutzen, mache keinen Sinn. So habe sich das Land entschlossen, das Kolleg in eine bestehende Schule zu integrieren.
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