Verirrtes Hasenbaby nimmt die Flasche

Von: hama
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Franz-Josef Schippers freut si
Franz-Josef Schippers freut sich, dass es ihm gelungen ist, den Hasen vor dem sicheren Tod zu retten. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Birgden. Der gemeine Feldhase (Lepus europaeus) meidet üblicherweise die Siedlungsbereiche, wie beispielsweise die Neustraße in Birgden. Es kann ja immer mal sein, dass es unglücklicherweise das Haus eines Jagdscheininhabers ist, wo man sich gerade im Vorgarten oder gar am lieblichen Blattsalat labt.

Glück hatte allerdings ein Jungtier, das sich vor rund drei Wochen in die Nachbarschaft von Franz-Josef Schippers (51) verirrte. Unter einer Treppenstufe hatte es sich versteckt und wurde trotzdem von zwei Katzen attackiert. Das sah Manuela Schmetz, die wiederum Franz-Josef Schippers - den zweiten Vorsitzenden der örtlichen NABU-Gruppe - informierte.

Der kleine Hase, maulwurfgroß, wurde aufgenommen und versteckte sich erst einmal in dem eigens für ihn gebauten Gehege. „Da hatte ich Zeit, zur Naturschutzstation in Wildenrath zu fahren und mir dort ein Buch über den Umgang mit Fundtieren auszuleihen”, so Schippers. Mit einer kleinen Trinkflasche, die eigentlich für die Aufzucht von Katzen genutzt wird, und mit Katzenmilch nahm sich Franz-Josef Schippers dreimal am Tag Zeit, den Hasen zu füttern. Dabei geht der Mann aus Birgden clever vor, denn ein weißes T-Shirt soll dabei die Bauchfarbe der Mutter simulieren.

Mittlerweile ist der namenlose Hase ein Star in der Neustraße, und die Nachbarschaft schaut immer wieder einmal vorbei, um zu sehen, wie sich „Mama Franz-Josef” und der Nachwuchs denn so machen. Stolz kann vermeldet werden, dass das Tier mittlerweile das macht, wofür Hasen berühmt sind: es frisst mit Begeisterung Möhren. Spätestens bis zum 22. August soll das Tier aber ausgewildert sein, denn dann fangen in Birgden die Ferienspiele an, und dann hat Franz-Josef Schippers viel um die Ohren.

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