Verbandswasserwerk Gangelt rüstet mit neuer Technik auf

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Georg Wichert, Geschäftsführer des Verbandeswasserwerkes in Gangelt, führte den Gästen die Technik rund um den neuen Wasserbehälter vor. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. „Heute können Sie sehen, was Sie vor einiger Zeit beschlossen haben”, begrüßte Georg Wichert, Geschäftsführer des Verbandswasserwerkes in Gangelt, die Mitglieder des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung mit ihrem Vorsitzenden, Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen, zur offiziellen Einweihung des neuen Trinkwasserbehälters und der neuen Filterhalle am Werk in Niederbusch.

Eine große Zahl an Ehrengästen, an Mitarbeitern rund um das Wasserwerk ebenso wie Vertreter der ausführenden Firmen war gekommen. Darunter auch Dr. Karl-Heinz Feldhoff, der Amtsarzt des Kreises Heinsberg, der ein besonders Augenmerk auf die Qualitätssicherung des Trinkwassers hat. 1952, das Jahr, in dem Georg Wichert im Zeichen des Wassermanns geboren wurde, war im Grund auch das Geburtsjahr des Verbandswasserwerkes, denn es erfolgte die Kündigung der bisherigen Wasserversorgung durch das Amt Waldenrath. Schon vier Jahre später wurden die ersten beiden Brunnen des neuen Werkes in Niederbusch in Betrieb genommen.

Es kamen im Laufe der Jahre immer mehr Versorgungsgebiete und Kunden hinzu. Als einen Meilenstein in der Zukunftssicherung des Wasserwerkes Gangelt bezeichnete Georg Wichert den Vertrag mit der Gelsenwasser AG über die Belieferung des Gebietes Linnich im Oktober 2007.

900 Kubikmeter pro Stunde

Da war natürlich klar, dass das Speichervolumen von 2000 Kubikmetern Frischwasser nicht mehr ausreichen würde, und nach den entsprechenden Beschlüssen der beteiligten Verbände wurde schon im Dezember 2007 der erste Spatenstich für ein neues Trinkwasserbecken mit 5000 Kubikmetern getätigt. Nicht mal ein Jahr später, am 10. November 2008, wurde das Becken in Betrieb genommen und acht Tage später das erste Wasser nach Linnich geliefert. „Rund 75000 Kubikmeter Wasser liefern wir dorthin im Monat”, so Wichert. „Das brachte 2009 einen Erlös von 676.000 Euro.” Die Gesamtbaukosten für das neue Becken beliefen sich auf 2,2 Millionen Euro. Aber auch die alte Filteranlage war in die Jahre gekommen und der Durchsatz von 600 Kubikmetern pro Stunde zu klein geworden. Das alte Filtergebäude wurde aufgestockt und der Durchsatz auf 900 Kubikmetern pro Stunde erhöht.

Als im März 2010 der neue Filter in Betrieb ging, waren hier 721.000 Euro verbaut worden. „Insgesamt haben wir in den vergangenen Jahren über fünf Millionen Euro in die Sicherung der Wasserversorgung investiert”, rechnete Georg Wichert zusammen. Darauf wolle man sich nun aber nicht ausruhen: „Wir haben noch weitere Ziele!” Bürgermeister Tholen sah den Verband gut gerüstet für die Zukunft und freute sich, dass das Gangelter Wasserwerk „zu 100 Prozent kommunalwirtschaftlich betrieben wird”. Als Wichert dann zu einem kleinen Oktoberfest lud, waren die Gäste ihm wohl sehr dankbar, dass nach soviel Reden über Wasser nach dem „O„zapft is” doch Bier aus der Leitung kam.
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