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Unterricht auf dem Golfplatz

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
Schule” greifen Schülerinnen
Schule” greifen Schülerinnen und Schüler des St.- Ursula Gymnasiums, hier mit Sportlehrer Thomas Sieben und Golftrainer Andreas Fehling drei Monate lang zum Golfschläger. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Das ist eine Alternative zum normalen Sportunterricht”, freut sich Markus Kranz. Der 16-jährige Schüler des Bischöflichen Gymnasiums St.-Ursula steht auf dem Pitching Green des Golfparks Loherhof und übt gerade den Abschlag.

Zusammen mit 16 weiteren Jugendlichen des 10er-Jahrgangs nimmt er an dem außergewöhnlichen Projekt „Abschlag Schule” des Deutschen Golfverbands teil. „Ziel dieser Aktion ist es, Golf in Ergänzung zu den klassischen Disziplinen als festen Bestandteil des Schulsports zu etablieren”, nennt Oberstudienrat Thomas Sieben den Grundgedanken der Initiative des Dachverbandes der Deutschen Golfspieler.

Als Pilotprojekt startete das bundesweite Projekt vor zwölf Jahren mit rund 1000 Schülern an 49 Schulen. Zwischenzeitlich haben mehr als 75.000 Schüler bei den über 4500 Schulprojekten in den Trendsport hineingeschnuppert. Den Ausflug ins Grün des dem Verband angeschlossenen Sportparks Loherhof in Geilenkirchen unternehmen über einen Zeitraum von drei Monaten rund 40 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 und 11 des St.-Ursula-Gymnasiums.

Jeden Dienstag und Donnerstag werden sie dabei von Thomas Sieben begleitet. Der Sportlehrer kann seinen Schülern einiges beibringen, denn er ist ein erfahrener Golfer mit Handicap 4,5. Bei Golf wird bekanntlich „abwärts” gewertet - es fängt bei 54 an und geht bis 0, und da sagt die 4,5 schon einiges über den „Spielerstatus” aus. Loherhof-Golflehrer Andreas Fehling kümmert sich während der jeweils einstündigen Unterrichtsstunde um die Jungen und Mädchen von St.- Ursula. So erfahren diese einiges über „chippen”, „pitchen” und „putten”. „Chippen steht für die flache Annäherung, pitchen ist ein hoher Annäherungsschlag mit halbem Schwung und putten sind die letzten Schläge vor dem Einlochen”, erklärt der Bro. Bro ist der Fachausdruck für den Golflehrer.

Zum vierten Mal greifen die Schülerinnen und Schüler der 10 des Gymnasiums im Rahmen des Projekts zum Golfschläger, wobei eine Gruppe in der Driving-Range, die andere auf dem Pitching Green den Abschlag übt. Dass es dabei auf die richtige Körperhaltung ankommt und dem richtigen Schläger eine nicht unwichtige Bedeutung zukommt, haben sie schon gelernt. Bis zu 14 Schläger sind erlaubt, für jede Distanz kann ein anderer Golfschläger verwendet werden. „Golf ist schon interessant, aber ich mache lieber was mit anderen zusammen”, sieht Paula Weinsheimer (16) Golf als „Solobetätigung” an.

„Üben, üben und nochmals üben lautet anfangs die Devise, und so geht mancher Schlag logischerweise daneben. „Heute hauen die Schüler so um die tausend Bälle durch”, schätzt Bro Andreas Fehling und füllt den nächsten Korb mit Bällen. Seit 1994 ist er Golftrainer, vor drei Jahren nahm er seine Arbeit im Golfpark Loherhof auf. „Ich finde pitchen cool, und mir macht es Spaß”, gibt Miriam Reyans (16) ihre Meinung preis. Ihre gleichaltrige Klassenkameradin Jeanette Bolten denkt in etwa genauso: „Ich finde Golf interessant, aber ob das was für immer ist, weiß ich nicht.”

Währenddessen erklärt Oberstudienrat Thomas Sieben in der Driving-Range dem 15-jährigen Sebastian Hennen den richtigen Umgang mit dem Schläger: „Du musst den kleinen Finger der rechten Hand über den Zeigefinger der linken Hand legen.” So erhalten die Jungs und Mädels des Gymnasiums während der Golfstunde noch viele Tipps über den Trendsport, und wenn sie in knapp zwei Monaten, kurz vor den Schulferien, ihre Lektionen gelernt haben, findet vielleicht der eine oder andere Schüler großen Gefallen am Golfspiel.
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