Ungeahnte Möglichkeiten in der Bildbearbeitung

Von: Georg Schmitz
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Die Schüler Alex und Anique befassen sich im Rahmen des Projekts „Kreativ mit Fotoapparat und Computer“ mit der hohen Kunst der Bildbearbeitung. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Anique und Alex, Claudia und Beni haben die Bildbearbeitungs-Software an ihrem PC in Betrieb und arbeiten gerade mit Pfaden. Das Quartett und weitere sieben Schüler der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Geilenkirchen malen und zeichnen was das Zeug herhält und im Verlauf entstehen wunderschöne, farbenfrohe Bilder.

Die GGS hat sich vor vier Jahren für das Projekt „Kreativ mit Fotoapparat und Computer“ beworben, das durch das Landesprogramm „Kultur und Schule“ gefördert wird. Hierbei lernen die Kinder nicht nur den Umgang mit Kamera und Computer, sondern auch, sich selber kreativ zu betätigen. Der im Rahmen des Kunstunterrichts für die 3. und 4. Grundschuljahre angebotene Workshop der Künstlerin Ursula Brunbauer aus Erkelenz erstreckt sich über 15 Doppelstunden und vermittelt den Jungen und Mädchen Einblicke in die Arbeit mit dem Open-Source Bildbearbeitungsprogramm Gimp.

Claudia speichert gerade ihr erstes knallrotes Herz ab und wird dies in ein passendes Umfeld einbetten. Alex hat sich währenddessen auf dem Flur fotografieren lassen und das Foto sofort in den Rechner übertragen. In Sekundenschnelle hat er sein Porträt in das Kunstwerk eingesetzt.

Für den Betrachter ist es spannend zu sehen, wie die jungen Menschen auf dem Monitor Figuren zeichnen, Fotos in das Gesamtwerk integrieren und mit Masken und verschiedenen Ebenen arbeiten. Dabei lassen sie ihrer Fantasie freien Lauf und entwickeln sich so zu kleinen Künstlern. Ursula Brunbauer legt Wert darauf, dass die Schüler nur ihr eigenes Konterfei bearbeiten, denn die Kids würden sonst sicherlich gerne den Schulkameraden beispielsweise lange Nasen oder große Ohren oder Dracula-Zähne ins Gesicht zaubern.

„Diese Art des Unterrichts macht den Jungen und Mädchen sehr viel Spaß“, garantiert Brunbauer. Die Künstlerin leitet die Kinder an, gibt Tipps, lässt den acht bis zehn Jahre alten Jungen und Mädchen bei der Gestaltung ihrer Werke aber freien Lauf. „Für uns ist das Projekt auch wichtig, weil hier der Umgang mit den neuen Medien gelehrt wird“, sagt Schulleiterin Annette Maxheim.

Fantasievolle Welten

Der Kurs läuft über einen Zeitraum von sechs Monaten, gearbeitet wird an 12 schuleigenen Computern. Annette Maxheim weiß, dass Bildbearbeitungsprogramme ungeahnte Möglichkeiten bieten, Fotos kreativ zu gestalten, fantasievolle Bilderwelten zu erschaffen und künstlerisch tätig zu werden.

Die vorherigen Workshops haben bereits viele schöne Ergebnisse gebracht, die in den Fluren und Klassen der GGS, einige Werke aber auch im Kreishaus in Heinsberg ausgestellt sind. Das verwendete freie Programm Gimp haben die Schüler zwischenzeitlich auch auf den Heim-Computern installiert. So können sie auch dort immer mal wieder ein wenig üben. Annette Maxheim: „Regelmäßig pflegen Kinder ihre Fähigkeiten, die sie am Morgen im Unterricht erlernt haben, am Nachmittag ihren Eltern oder Geschwistern beizubringen.“

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