Unfallrisiko: Zwei Eichen werden gefällt

Von: g.s.
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„Hügel” an der Kurve: Die W
„Hügel” an der Kurve: Die Wurzeln der beiden Eichen haben der Fahrbahndecke arg zugesetzt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Zwei alte Eichen zwischen Geilenkirchen und Immendorf müssen aus Sicherheitsgründen gefällt werden. „Das hat die Landschaftsbehörde Kreis Heinsberg angeregt”, teilte der Leiter des Tiefbauamtes, Hans-Josef Bröhl, in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses mit.

Die Wurzeln der in Höhe Gut Loherhof im Linkskurvenbereich stehenden Bäume hatten im Laufe der Zeit den Asphalt der Straße deutlich angehoben. Dadurch sei das Unfallrisiko - besonders für Zweiradfahrer - erhöht. Bröhl: „Nach Rücksprache mit der Unteren Landschaftsbehörde sind die Bäume nicht mehr zu halten.” Mit einem Entfernen der Wurzeln alleine sei es nicht getan, denn dann sei die Statik nicht mehr gegeben, so Bröhl weiter.

Dr. Stephan Evertz (Bündnis 90/Grüne) stellte den Antrag, die Straße an der den Eichen gegenüberliegenden Seite um einen halben Meter zu verlegen. Bürgermeister Thomas Fiedler fragte mit Blick auf erwartete Kosten in Höhe von 50.000 bis 100.000 Euro nach einem Deckungsvorschlag, „denn Geilenkirchen befindet sich schließlich in der Haushaltssicherung”. Trotz bedauernder Worte von allen Seiten sahen die Stadtverordneten die Entfernung der beiden Eichen erforderlich und stimmten bei zwei Gegenstimmen für die Fällung. Als Ausgleichsmaßnahme sind zwei neue Eichen ein paar Meter weiter vorgesehen.

Der Ausschuss beriet auch über einen durch den Landschaftsverband Rheinland beantragten Eintrag eines Bodendenkmals in die Denkmalliste der Stadt Geilenkirchen. Dabei handelt es sich um die „Kogenbroicher Gracht”, einen alten Hohlweg von geschichtlicher Bedeutung.

Laut Denkmalschutzbehörde entstand der Weg vermutlich im Mittelalter und stellte bis zur Übernahme des Gebietes durch das Herzogtum Jülich eine wichtige Verkehrsverbindung dar. „Der Hohlweg westlich des Weilers Kogenbroich ist ein wichtiges und erhaltenswertes Zeugnis mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Handels- und Verkehrswege im ländlichen Umfeld von Geilenkirchen”, lautet ein Ausschnitt aus der Begründung für den Eintrag als ortsfestes Bodendenkmal. Der Hohlweg befindet sich im Eigentum der Stadt Geilenkirchen.

Einziger eventueller Nachteil nach dem Eintrag: Bei Baumaßnahmen ist in Zukunft die Denkmalschutzbehörde einzubeziehen. Die Mitglieder des Bauausschusses sprachen sich einstimmig für einen Eintrag in die Denkmalliste aus.
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