Radarfallen Blitzen Freisteller

U3-Betreuung: „Sorgenkinder” planen um

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
betreuung-bu
Bei der Betreuung der U3-Kinder rechnet Ubach-Palenberg ab 1. August mit einer Bedarfsdeckung von 22,6 Prozent. Foto: imago

Übach-Palenberg. Am 1. August 2013 ist es soweit: Dann muss der Rechtsanspruch auf eine Betreuung für Kinder unter drei Jahren auch in der ehemaligen Zechengemeinde umgesetzt sein. Zwar spricht das Kinderbildungsgesetz von einer „bedarfsgerechten” Umsetzung, die ohne Prozentangaben auskommt.

Bund und Länder setzen hingegen eine Quote von 35 Prozent Abdeckung an. „Das ist zu knapp”, meint Hans-Jürgen Oehlschlaeger, Leiter des Kreisjugendamtes Heinsberg und zuständig für die Umsetzung der „U3-Betreuung” auch in Übach-Palenberg. Hier gibt es derzeit zehn Einrichtungen, von denen drei - St. Theresia in Palenberg, die „Arche Noah” in Übach und der Johanniter-Kindergarten in Übach - insgesamt 56 Plätze anbieten, was einer momentanen Abdeckung von 14 Prozent entspricht.

Die AWO Boscheln und der „Christliche Kindergartenverein” Frelenberg erhöhen ab 1. August dieses Jahres um weitere 30 Plätze, womit dann 22,6 Prozent erreicht werden. Für den Stichtag 1. August 2012 ist der Einstieg der AWO-Kindertagesstätten Comeniusstraße in Übach und in Scherpenseel angepeilt. „Damit hätten wir dann sieben Einrichtungen mit 116 Plätzen komplett, und das ein Jahr vor dem gesetzlich festgelegten Stichtag”, so Oehlschlaeger vor dem Ausschuss für Jugend, Familien, Senioren und Soziales am Dienstagabend.

Einzig die drei verbleibenden Kindergärten in Marienberg, Frelenberg und St. Fidelis, sämtlich in Trägerschaft von „Pro Multis”, seien laut Jugendamtsleiter Oehlschlaeger derzeit zu den „Sorgenkindern” zu rechnen. „Dort müssen die Planungen überarbeitet werden”, machte er deutlich. Dies sei in finanzieller Hinsicht nötig, aber auch mit Blick auf die Kapazität wie zum Beispiel beim „Tigerentenhaus” in Marienberg.

Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, dass hier im ersten Halbjahr 2011 die Planungen abgeschlossen und ab 2012 mit dem Neu- oder Umbau begonnen werden könne.

Hinsichtlich des am 22. Dezember ergangenen Bewilligungsbescheides vom Land NRW über 739.000 Euro hatte Oehlschlaeger eine gute Nachricht für die ehemalige Zechengemeinde. Zwar könnten kreisweit nur vier statt der acht beantragten Härtefälle berücksichtigt werden. Doch Übach-Palenberg ist mit einem zu fördernden Kindergarten dabei. „Ich sage aber bewusst noch keinen Namen, weil ich nicht weiß, ob das Landesjugendamt auch unserem Vorschlag folgt”, schloss er.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert