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Turnhalle Gillrath wird gebaut

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Geilenkirchen. Trotz des erheblichen Widerstandes der CDU stimmte der Geilenkirchener Stadtrat am Mittwochabend nach turbulenter Diskussion und geheimer Abstimmung für den Neubau einer Sporthalle in Gillrath. Bei einer Enthaltung votierten 19 Stadtverordnete für das Projekt, 18 stimmten dagegen. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein.

In seiner Haushaltsrede hatte CDU-Fraktionschef Wilhelm-Josef Wolff zuvor schon seine Bedenken geäußert. Aufgrund der geringen Belegungszeit von acht Schulstunden, wie sie den Stadtverordneten im Ausschuss genannt worden sei, halte die CDU es für unverantwortlich, ein Investitionsvorhaben mit einem Volumen von 900.000 Euro zu realisieren. Die derzeitige Haushaltslage lasse dies nicht zu. „Diese Halle würde zukünftige Haushalte auf Jahrzehnte hin mit circa 80.000 Euro jährlich plus Zinsen belasten”, mahnte Wolff.

Natürlich sei die CDU immer für eine Schulsporthalle in Gillrath gewesen, „aber immer vor dem Hintergrund, dass die Belegung aus dem Grundschulbereich auch entsprechend groß sein würde”. Weiter sagte er: „Erst jetzt wurde uns mitgeteilt, dass der sich in Arbeit befindende Schulentwicklungsplan nur noch eine Einzügigkeit der Schule prognostiziert.”

Dieser Argumentation widersprach der Gillrather Ortsvorsteher Franz Beemelmanns (Bürgerliste) energisch: „Sie haben die Unwahrheit gesagt, vielleicht haben Sie auch falsche Informationen. Acht Schulsportstunden würden den Bau einer Turnhalle nicht rechtfertigen. Wir kommen aber auf 46 Stunden, weil die Halle nicht nur für die Schüler gedacht ist.”

Beemelmanns wies in seinem Plädoyer für eine Sporthalle auf 405 Mitglieder des DJK Fußball- und Leichtathletikvereins mit 13 Jugendmannschaften hin, auf die Frauen- und Männergymnastikgruppen, die insgesamt sechs Stunden in Haus Vossen und im Jugendheim trainieren. Er erinnerte an 14 Stunden Schulsport der sechs Grundschulklassen, an die Tischtennisspieler, die in Birgden trainieren, an die Leichtathleten, die sechs Stunden in Geilenkirchen, Teveren und Würm ihren Sport betreiben, und an die drei Tanzgruppen des Hatterather Karnevalvereins und der St.-Blasius-Schützen.

Seit er 1969 in den Stadtrat gewählt worden sei, habe man in den folgenden 35 Jahren immer über den Bau einer Sporthalle in Gillrath gesprochen. Viele Jahre sei sie im Investitionsprogramm aufgeführt, aber nie in den Haushalt eingebracht worden. Nach dem Stadtkern und Teveren sei Gillrath mit 2387 Einwohnern der drittgrößte Pfarrbezirk in der Stadt. Die Gillrather Schule, so argumentierte Beemelmanns weiter, sei die einzige Grundschule in der Stadt ohne eigene Turnhalle.

Außerdem, so Beemelmanns in Richtung Wilhelm-Josef Wolff, sei er verwundert, dass der Tripsrather Ortsvorsteher gegen die Turnhalle stimme, obwohl auch die Tripsrather Kinder in Gillrath zur Schule gingen. Dazu noch sei die CDU im Wahlkampf mit einer Broschüre angetreten, in der der Bau einer Sporthalle an zweiter Stelle stand. „Wenn sie jetzt mit Nein stimmen, sehen Sie bei der nächsten Wahl noch schlechter aus”, sagte er in Richtung CDU und beantragte geheime Abstimmung.

„Wenn Sie mir vorwerfen, die Unwahrheit gesagt zu haben, müssen Sie diesen Vorwurf an die Verwaltung richten. Wir beschließen hier eine Schulsporthalle. Wir können es uns nicht leisten, eine Vereinssporthalle zu bauen”, entgegnete Wilhelm-Josef Wolff. Anderer Meinung war Jürgen Benden, Fraktionschef der Grünen: „Wir brauchen eine Sporthalle in Gillrath.

Die Schülerzahlen gehen zurück, also müssen wir schauen, wie junge Familien nachkommen”, sprach er sich für eine Steigerung der Attraktivität des Ortes aus.
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