Geilenkirchen - Türsteher-Prozess: Keine eindeutigen Beweise auf dem Video

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Türsteher-Prozess: Keine eindeutigen Beweise auf dem Video

Von: g.s.
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Geilenkirchen. Mit der Vernehmung von zehn Zeugen ist am Donnerstag der Strafprozess gegen einen 31-jährigen Maler und Lackierer aus Düren vor dem Amtsgericht Geilenkirchen fortgesetzt worden.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, während seiner Nebentätigkeit als Türsteher für einen Sicherheitsdienst in einer Geilenkirchener Diskothek in mehreren Fällen Gäste körperlich misshandelt zu haben.

Besonders schwerwiegend ist ein Vorfall vom 23. Juli 2011, bei dem ein 27-jähriger Mann aus Alsdorf im Ausgangsbereich mit dem Gesicht auf das Pflaster aufgeschlagen war, nachdem ihn der Türsteher, wie es hieß, mit Gewalt nach draußen befördert hatte.

Das Opfer teilte am zweiten Verhandlungstag mit, dass es aufgrund dieses Vorfalls mehrere Operationen habe über sich ergehen lassen müssen, insgesamt 24 Tage im Klinikum zugebracht hatte und 13 Wochen krankgeschrieben war. Weitere Behandlungen werden folgen.

Am Donnerstag verlas der Verteidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Axel S. Iven aus Düren, eine Erklärung seines Mandanten, nachdem dieser sich zuvor in Schweigen gehüllt hatte. Demnach habe der 31-jährige Türsteher den sichtlich betrunkenen Gast aus Alsdorf angesprochen – „Für dich ist jetzt Schluss hier“ – und aufgefordert, die Diskothek zu verlassen.

Plötzlich habe der 27-Jährige aber die linke Hand gehoben. Dann hätte er den Gast fixiert und nach draußen gebracht. Dort sei der Dürener gestolpert, so dass er den Gast habe loslassen müssen und dieser vornüber gestürzt sei. Der Angeklagte selber habe sich mit der linken Hand noch am Geländer festhalten können. „Ich habe den Zustand des Gastes falsch eingeschätzt, und das bedaure ich sehr“, so der Türsteher.

Der Angeklagte sah den folgenschweren Sturz als Unfall an. Mehrere Zeugen hatten aber am ersten Verhandlungstag wie auch gestern ausgesagt, dass der Türsteher den 27-Jährigen von hinten auf den Kopf geschlagen habe. Das damals aufgenommene Überwachungsvideo sollte Aufschluss über den Hergang bringen. Richter Thomas Schönig ließ die Szenen immer wieder abspielen, auf denen zu sehen war, wie das Opfer zu Boden ging.

Doch eindeutige Beweise, wie sich der Verteidiger des Opfers, Rainer Dietz aus Aachen, erhofft hatte, brachte das Abspielen des Videos nicht.

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