Geilenkirchen - Trommel und Farbstift gegen rechte Gesinnung

Trommel und Farbstift gegen rechte Gesinnung

Von: g.s.
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Mit Trommeln und Malstiften kämpften die Geilenkirchener Grünen am Samstag gegen Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit. Viele Besucher und Passanten unterstützten sie dazu. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Bunt gegen Braun“ hatten die Geilenkirchener Grünen als Losung ausgegeben für eine Aktion rund um das Wurmfenster in der Innenstadt. Dazu wurde eine geräuschvolle Kulisse aufgebaut. Mit Trommeln kämpften Frauen und Männer der Grünen-Bewegung mit etlichen Besuchern gegen Rechtsradikalismus.

Im Lauf der Veranstaltung am Samstagvormittag erklärten sich auch Mitglieder anderer im Stadtrat vertretener Parteien mit dieser Aktion solidarisch. „Wir waren erschrocken, dass in Geilenkirchen zum ersten Mal 18 von 19 Wahlbezirken von der NPD besetzt wurden“, äußerte sich Grünen-Sprecher Jürgen Benden. „Wir möchten im Rat demnächst nicht mit Menschen solcher Gesinnung diskutieren“, machte er klar. Diese Leute könnten keine Argumente vorbringen, sondern würden „nur Parolen rausschreien“.

„Die NPD ist ein kreisweites Problem, die tritt in allen 27 Wahlkreisen an, und das in Erkelenz und Hückelhoven sogar flächendeckend“, gibt Maria Meurer zu bedenken. Die Kandidatin für das Amt des Landrats unterstützte ihre Geilenkirchener Parteifreunde von Bündnis 90/Die Grünen und verweist darauf, dass bereits 2009 ein „Bündnis gegen Rechts“ von Parteien, Verbänden und Organisationen im Kreis Heinsberg gegründet wurde.

„Es gibt für uns keine Diskriminierung, wir präsentieren uns als bunte Partei und sind offen für alle“, sagt Jürgen Benden. Deshalb trommele man für eine bunte Vielfalt und Lebensfreude. „Ausländer willkommen“, stand auf einem Transparent, das man ins Blickfeld der Passanten gerückt hatte. Mit Malstiften durften alle Passanten ein Banner bunt ausschmücken. Mit afrikanischen Liedern im Hintergrund, warb Jürgen Benden für eine hohe Wahlbeteiligung. Nur so könnte die NPD verhindert und der Fremdenfeindlichkeit Paroli geboten werden.

Die Polizei hielt ein wachsames Auge über das Szenario für den Fall, dass rechte Demonstranten eingreifen würden. Bis zum Ende der Aktion gegen Mittag aber blieb es friedlich.

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