Übach-Palenberg - „Trio Soli Sono“: Faszinierende Flötenklänge im Schloss Zweibrüggen

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„Trio Soli Sono“: Faszinierende Flötenklänge im Schloss Zweibrüggen

Von: mabie
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Natalie Becker, Johanna Daske und Olaf Futyma (v.l.) gaben als „Trio Soli Sono“ bei ihrem Konzert im Schloss Zweibrüggen eine ausdrucksstarke Demonstration musikalischer Kunst mit unterschiedlichen Flöten-Instrumenten. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Faszination Flötenmusik: Dieser konnten sich die Gäste im ausverkauften Auditorium von Schloss Zweibrüggen nicht entziehen. Denn als „Trio Soli Sono“ machten Natalie Becker, Johanna Daske und Olaf Futyma feine Klänge auf absolutem Weltniveau im wundervollen Ambiente erlebbar.

Ein mehr als würdiger Auftakt der inzwischen 42. Konzertreihe der Freunde der Kammermusik in Übach-Palenberg, die damit auch ihr 19. Schlosskonzert arrangieren konnten. Und nicht nur das Triumvirat musikalischen Hochgenusses auf der Bühne war begeistert vom Schloss.

In den Zuschauerrängen bot sich mit den Bürgermeistern Wolfgang Jungnitsch (Übach-Palenberg), Thomas Fiedler (Geilenkirchen) und Arno Nelles (Würselen) ein ebenso genießendes Trio aus Verwaltungschefs. Aber nicht nur die Ersten Bürger waren sofort eingenommen von den ersten Takten der Musik, auch die weiteren Gäste an diesem Abend schienen froh, eine Karte ergattert zu haben.

Spezielle Mischung

So hob sich beispielsweise das Trio Nr. 2 in D-Dur (QV 3:31) von Quantz als Preludio, Aria, Rigaudon, Minuetto und Capriccio derart klangstark und filigran aus den Notenblättern, dass es eine Freude war. Die Mischung aus Flöte und Altflöte, auf die sich Natalie Becker und Johanna Daske als Spezialistinnen auf diesem Gebiet bestens verstanden, wurde beeindruckend ergänzt durch die Kunst von Olaf Futyma, der mit Flöte und Bassflöte zu begeistern wusste. Selten durfte das Londoner Trio Nr. 1 in C-Dur von Joseph Haydn so erfüllend und maßstabsverschiebend geklungen haben wie an diesem herrlichen Abend im Schloss.

Einhellige Zustimmung rief auch die interpretatorische Meisterleistung beim Larghetto der Romanze für drei Flöten von Eberwein hervor. Und kurz vor der Pause durfte die vom zeitgenössischen Komponisten Lars Floee verfasste Elkido-Suite für drei Flöten den ersten Teil des Abends perfekt abrunden.

Dass die Freunde der Kammermusik diese Konzertreihe für einen so moderaten Preis anbieten können, ist eine sehr angenehme Überraschung und offenbar auch ein Indiz für das hohe Kunstverständnis und die über lange Jahre gewachsenen Beziehungen der Vereinsspitze.

Davon durften sich die begeisterten Gäste auch im zweiten Part überzeugen. Leichtfüßig perlend boten sich Allegretto, Andantino und Allegro des Trios in B-Dur (Wq 85) für drei Flöten von Bach an. Gern gehört, durfte sich auch die Pavane (op. 50) von Fauré einen Weg in das musikalische Gedächtnis der Gäste suchen. Eine Demonstration ihrer unfassbar vielfältigen und facettenreichen Beherrschung der Instrumente boten die drei Musiker bei den abschließenden beiden Stücken. Die musikalische Skulptur „Foliant 32“ für drei Flöten von Daske war gleichzeitig Anlass für eine Diskussion, wie an diese dreidimensionale Partitur herangegangen werden muss und wie die Kreativität der drei Ausführungen dieser gerecht werden konnte.

Fließende Rhythmen

In der musikalischen Bilanz meisterten Natalie Becker, Johanna Daske und Olaf Futyma diese Aufgabe aber ebenso meisterhaft wie die abschließende „Spurensuche“ von Graef. Hier flossen afrikanische und brasilianische Rhythmen mit Elementen aus dem Jazz zusammen und boten durch den Einsatz von großer Flöte, Alt- und Bassinstrument ein unvergleichlich breit gefächertes Klangbild.

So viel Meisterleistung an einem perfekt gelungenen Konzertabend konnte nur die Höchstnote eines überaus begeisterten Publikums bedeuten, und der Applaus belegte das nachhaltig.

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