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Tödliche Messerstiche: Anklage gegen 56-Jährigen

Von: Jan Mönch
Letzte Aktualisierung:
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Um sieben Uhr am Morgen des 24. Novembers wurde die Leiche des Getöteten abtransportiert. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Was letztlich der Auslöser für die Bluttat war, die sich Ende November in einem Geilenkirchener Asylbewerbercontainer abgespielt hat, wird vielleicht nie ganz geklärt werden. Als gesichert darf aus Sicht der Aachener Staatsanwaltschaft gelten, dass es bereits am Tag vor der Tatnacht Streit gegeben hat. In der Nacht auf den 24. November 2013 bezahlte ein 43-Jähriger hierfür schließlich mit seinem Leben.

Wie Staatsanwalt Dr. Jost Schützeberg bestätigt, ist nun Anklage gegen einen 56-Jährigen erhoben worden, der bereits kurz nach der Tat festgenommen worden war. Weil dieser zuerst seinerseits von dem späteren Opfer mit einem Messer attackiert wurde, lautet die Anklage auf Totschlag, nicht auf Mord.

Bereits am Nachmittag des 23. November soll es laut Schützeberg zum Streit zwischen dem späteren Opfer und einer dritten Person gekommen sein. Hierbei verletzte das spätere Opfer seinen Kontrahenten mit einem Messer am Oberarm. Der Verletzte suchte daraufhin einen Freund auf – den 56-Jährigen, der nun des Toschlags bezichtigt wird. Dieser stellte den 43-Jährigen in dem Asylbewerbercontainer am Geilenkirchener Bahnhof zur Rede. Wieder kam es zum Streit, wieder zückte zunächst der 43-Jährige sein Messer. Daraufhin griff der laut Jost Schützeberg körperlich stark überlegene 56-Jährige zu einem weiteren Messer, überwältigte den 43-Jährigen und fügte ihm mindestens fünf Messerstiche in den Oberkörper zu. Das Opfer verblutete. Um kurz nach Mitternacht wurde schließlich die Polizei alarmiert. Diese fand den Toten mit aus der Brust ragendem Messer vor und leitete eine Fahndung ein. Der Verdacht fiel schnell auf den 56-Jährigen, am 25. November wurde Haftbefehl erlassen und noch am gleichen Tag vollstreckt.

Staatsanwalt Schützeberg rechnet mit einem Prozessbeginn in den kommenden Monaten.

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