Tierschutzverein warnt vor Giftködern in der Region

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Von präparierten Fleischködern angelockt werden Gassi gehende Hunde, freilaufende Katzen, Füchse, Marder und geschützte Greifvögel gleichermaßen.

Kreis Heinsberg. Der Tierschutzverein für den Kreis Heinsberg ist alarmiert. Von unterschiedlichen Bürgern haben den Tierschutzverein in den vergangenen Wochen Warnungen über ausgelegte Giftköder erreicht, etwa an der Wurm oder in Birgelen, zuletzt auch im Hardter Wald.

Mehrere Hunde sollen bereits gestorben sein, heißt es. Offensichtlich habe es erneut jemand in heimtückischer Weise auf das Leben von Haus- oder Wildtieren abgesehen, teilt der Verein mit. Was auch immer das Ziel dieser Attacken sei: von präparierten Fleischködern angelockt werden Gassi gehende Hunde, freilaufende Katzen, Füchse, Marder und geschützte Greifvögel gleichermaßen.

Das Auslegen von Gift - mit Ausnahme der Verfolgung von Mäusen und Ratten - sei kein „Kavaliersdelikt”, sondern eindeutig eine Straftat! Der Tierschutzverein bittet daher um erhöhte Aufmerksamkeit beim Spazierengehen (ob mit oder ohne Hund) und um die Beachtung einiger einfacher Verhaltensregeln. Giftköder kommen in vielfältiger Form vor, von präparierten Wurststücken oder Hühnereiern bis zu aufgeschnittenen und mit Gift gefüllten toten Kaninchen und Tauben.

Bemerken Sie eine auffällige Färbung eines solchen Fleischköders oder gar tote Fleisch fressende Wildtiere in der Nähe (bis etwa 200 Meter im Umkreis), ist sofortiges Handeln geboten.

Auf gar keinen Fall darf der Fleischköder mit bloßen Händen angefasst werden, da viele Substanzen als Kontaktgifte auch für Menschen hochgefährlich sein können. Der Fundort sollte abgesichert werden, damit keine weiteren Menschen und Tiere in Gefahr geraten. Auch die Polizei sollte verständigt werden, ebenso wie der Tierschutzverein oder das Komitee gegen den Vogelmord e.V. (insbesondere bei toten Greifvögeln). Wichtig sei hierbei eine möglichst genaue Beschreibung, wo das Gift gefunden wurde.

Habe ein Haustier das Gift bereits aufgenommen (Vergiftungs-erscheinungen sind z.B. starkes Speicheln, Erbrechen, schwankende Bewegung), gelte es, Ruhe zu bewahren und umgehend den Tierarzt aufzusuchen. Vorhandene Reste des Gifts oder Erbrochenes sollten, wenn möglich, mitgenommen werden, um später die Substanz identifizieren zu können.

„Sehen Sie nicht weg! Helfen Sie mit, heimtückischen Giftmischern das Handwerk zu legen”, fordern die Tierschützer die Bevölkerung auf.


Kontaktadressen und weiterführende Informationen:

Der Tierschutzverein für den Kreis Heinsberg e.V., 02452/7773 und http://www.tierheim-heinsberg.de.

Komitee gegen den Vogelmord, 0228/665521, http://www.komitee.de.

Stabsstelle Umweltkriminalität im Umweltministerium NRW, 0211/4566-473 oder -407 , E-Mail: stabuk@mkulnv.nrw.de

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