Geilenkirchen - Thomas Fiedler ist der erste „Gast des Jahres”

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Thomas Fiedler ist der erste „Gast des Jahres”

Von: Udo Stüßer
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Heiner Coenen (rechts), Bereichsleiter Wirtschaftsgymnasium des Berufskollegs Wirtschaft, begrüßte Bürgermeister Thomas Fiedler vor rund 300 Schülern als ”Gast des Jahres”. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Wussten Sie, dass Geilenkirchens Bürgermeister nicht nur studierter Sprachwissenschaftler und Historiker ist, sondern auch ausgebildeter Yogalehrer? Dass er ein großer Fan von Musik ist, selbst die Barocklaute spielt und Jazz liebt? Und seine ganz große Liebe neben der Literatur den Städten Lissabon, Paris und Venedig gilt?

Thomas Fiedler erzählte viel Persönliches und Privates. Aus seiner Kindheit, aus seiner Jugend, aus seinem Schul- und Berufsleben. Thomas Fiedler war der erste „Gast des Jahres” am Berufskolleg Wirtschaft in Geilenkirchen.

Einmal im Jahr, so Heiner Coenen, Bereichsleiter Wirtschaftsgymnasium, soll eine „wirklich überzeugende Persönlichkeit” eingeladen werden. Bürgermeister Thomas Fiedler nahm die Herausforderung an und stellte sich vor 300 interessierten Schülern der Höheren Handelsschule und des Wirtschaftsgymnasiums den kritischen Fragen des Moderators Heiner Coenen und einiger Schüler.

„Schule ist mehr als nur die Vermittlung von Unterrichtsstoff”, betonte eingangs Schulleiter Rudi Zins, der seine „innovative und kreative Kollegin”, die Sozialarbeiterin Ariadna Wix, lobte: „Sie hatte die Idee und mit Heiner Coenen schnell einen Mitstreiter gefunden.”

Entscheidungen treffen

Ariadna Wix ging näher auf die neue Veranstaltungsreihe ein: „Bei der Arbeit mit jungen Menschen müssen wir uns auch mit der Persönlichkeitsentwicklung der Schüler beschäftigen. Die Schüler befinden sich in einer Zeit, in der erste Entscheidungen für das Leben getroffen werden.”

Weiter sagte sie: „Wir können ihnen nicht die Ängste nehmen. Aber wir können an ihre Schaffenskraft appellieren. Es gibt Menschen, die einiges erreicht haben. Wie sie es erreicht haben, darüber möchten wir mit unseren Gästen reden.”

Heiner Coenen präsentierte sich als unterhaltsamer Moderator, der Fiedler durch seine Fragen als Mensch und Persönlichkeit vorstellte. So erfuhr das Auditorium, dass auch Fiedler nicht der herausragende Schüler war. Das Abitur legte er mit der Note 2,8 ab. „Das soll allen Trost sein. Man kann auch etwas werden, wenn die Noten nicht so toll sind”, sagte Fiedler. Noch als Student wusste er nicht, was er werden wollte. Aber er konnte zwei Berufe ausschließen: Arzt und Lehrer.

„Heute wird oft beklagt, vor allem die junge Generation habe keine Werte mehr? Teilen Sie diese Vermutung?” Fiedler: „In der Antike wurde schon gesagt: Die Jugend taugt nichts. Das scheint ein immer währendes Phänomen zu sein. Die Jugend hat Werte.”
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