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Tennissport hat sich in 40 Jahren gewandelt

Von: Georg Schmitz
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In lockerer Runde beging der TC Rot-Weiß Geilenkirchen sein 40-Jähriges: Vorsitzender Günther Thiel, Bürgermeister Thomas Fiedler, Fördervereinsvorsitzender Karl-Heinz Stamm und Mitgliedsehepaar Renate und Arno Schwebel (v.l.). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. 40 Jahre wurde der Tennis Club (TC) Rot-Weiß Geilenkirchen alt, und das galt es am Wochenende mit Freunden und Gönnern gebührend zu feiern. Die einst recht „elitäre Tennisgemeinschaft passte sich im Laufe der vier Jahrzehnte den gesellschaftlichen Veränderungen an, und so gibt der Verein heute auch dem Breitensport eine Chance.

In seiner Ansprache ging Vorsitzender Günther Thiel auf diese positive Entwicklung ein, die sich in einem Aufwachsen von anfänglich 75 auf aktuell 451 Mitglieder zeige. Thiel ließ die Erinnerungen an die Anfänge aufleben und beauftragte Silke Laufs und Iris Weiß den anwesenden Gründungsmitgliedern Wolfgang Engelen, Irmgard Kehmer, Pia Pennartz, Matthias Pennartz, Ulla Symens und Karl-Heinz Stamm - wie auch dem Vorsitzenden selbst - je einen Blumenstrauß zu überreichen. In den 40 Jahren seit der Gründung habe sich das Bild des Tennissports fundamental verändert und sich vom „Sport mit elitärem Anstrich zu einem Volkssport entwickelt.

Infrastruktur ausgebaut

Von dieser Entwicklung habe auch Rot-Weiß profitiert. Nach dem Start auf den Tennisplätzen des Fliegerhorstes in Teveren sei die Clubinfrastruktur kontinuierlich ausgebaut worden. Dies habe sich in Planung und Bau der eigenen ersten fünf Tennisplätze im Wurmtal an der Martin-Heyden-Straße, der Errichtung des Clubhauses, Vergrößerung der Tennisanlage bis hin zu Umbau und Modernisierung von Clubhaus und Anlage gezeigt.

Eine Aufwertung nach außen erfolgte durch die Steigerung bei der leistungsbezogenen Ausübung des Tennissports mit zahlreichen sportlichen Erfolgen, nachdem die Mannschaften von Rot-Weiß, wie auch alle anderen Clubs, anfangs in den unteren Leistungsklassen eingestuft worden waren. „Heute sind im Erwachsenenbereich 17 Mannschaften im Wettkampf aktiv, von der Regionalliga, über die Oberliga und Verbandsligen, bis hin zu Freizeitrunden auf Verbands- und Bezirksebenen”, berichtete Thiel.

Zum Erfolg habe auch die kontinuierliche Arbeit mit und für die Jugend wie auch mit den Schulen der Stadt beigetragen. „Heute sind 150 Kinder und Jugendliche im Club, und aus diesem Kreis sind acht Jugendmannschaften aktiv im Wettkampftennis tätig”, vermeldete der Vorsitzende voller Stolz. Ein wichtiger Fakt zur Aufrechterhaltung des Zusammengehörigkeitsgefühls sei die Pflege der Geselligkeit im Club. Thiel: „Stets war es das Bemühen der Vorstände, das Clubleben zu pflegen und damit die Integrationskraft des Vereins zu stärken.”

TC Rot-Weiß Geilenkirchen sei für die Kommune ein bedeutender Partner in der Jugendbetreuung und im Freizeitangebot und ein nicht zu unterschätzender Werbeträger für die Stadt Geilenkirchen über die Region hinaus. „Mit Stolz blicken wir auf die zurückliegenden vier Jahrzehnte, hoffnungsfroh schauen wir in die Zukunft unseres TC Rot-Weiß Geilenkirchen”, sagte Günther Thiel zum Abschluss seiner Ansprache.

„Wie kein anderer Sport verbindet Tennis athletischen Krafteinsatz, wettkämpferisches Engagement des Einzelnen und - vor allem - Eleganz”, begann Bürgermeister Thomas Fiedler sehr zur Freude der Tennissportler seine Rede. Alles, was einen Wettkampf roh und brutal aussehen lasse, wie etwa beim Rugby, werde im Tennis sublimiert durch ein komplexes Regelwerk, durch einen Dresscode und durch einen Verhaltenskodex, der auch dem kämpferischsten Einsatz etwas Zivilisiertes verleihe.

Kein anderer Sport könne von der Kindheit bis ins hohe Alter - immer in dem Maße physischen Könnens betrieben werden, das die Kondition des Spielers erlaube, ohne etwas von der Freude am Spiel zu verlieren. Kein anderer Sport habe zudem die Gleichberechtigung der Geschlechter in der Faszination des breiten Publikums so erreicht wie Tennis. Der Bürgermeister wünschte Rot-Weiß für die Zukunft weiterhin viele sportliche Erfolge.

Thomas Fiedler: „Ich werde mich natürlich mit Ihnen freuen, wenn aus einem solch tollen Verein einmal das erwächst, was er seit langem verdient hat: eine Grand Slam Siegerin oder ein Sieger in den ATP-Master-Series.”

Auch der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, Heinz Dieter Reinartz gratulierte Rot-Weiß zum 40-Jährigen und richtete ein paar Worte an die rund 100 Gäste im eigens aufgebauten Zelt. Die Vielfältigkeit der Angebote im Verein machten seine Attraktivität aus, wobei aber nicht bewährte Inhalte zugunsten neuer Trends über Bord geworfen werden müssten. „Sie als Anbieter müssen die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen analysieren und die veränderte Haltung junger Menschen respektieren”, mahnte Reinartz. Alle Vereine befänden sich in einer Gratwanderung zwischen Individualität und Gemeinschaft, Zukunftsmodelle sollten marktfähig und kundenorientiert sein.

Die sechs Musiker der Baesweiler Band „Fahrerflucht sorgten bei der Jubiläumsfeier für den „guten Ton”. Die bereits durch den Karnevalsempfang der Stadt bekannten „Comedians aus Myhl lieferten eine weitere tolle Unterhaltungseinlage.
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