SV Scherpenseel mischt endlich in der Fußball-A-Liga mit

Von: Herbert Keusch
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Das Trainerteam der Scherpenseeler mit Michael Witek (2. von rechts) an der Spitze und den hoffnungsvollen Talenten der Rot-Weißen für die kommende Saison in der Heinsberger Kreisliga A. Foto: Keusch

Übach-Palenberg/Scherpenseel. Das war ohne Zweifel das Jahr des SV 09 Scherpenseel: Im Jahr des 100-jährigen Bestehens sind die Fußballer mit gleich zwei Teams aufgestiegen.

Die Aushängeschild des Vereins, die 1. Mannschaft, ließ sich vom langen, hartnäckigen Widerstand von Viktoria Rot-Weiß Waldenrath-Straeten nicht beirren und schaffte am Ende mit deutlichem Vorsprung den Aufstieg in die Kreisliga A. Auch die 2. Mannschaft bestimmte in ihrer Gruppe der Kreisliga C Heinsberg die Meisterschaft und schaffte den Sprung in die Kreisliga B.

Wie schwierig die Saison in der Kreisliga A werden kann, wurde den Scherpenseelern schon in der Vorbereitung deutlich vor Augen geführt. So sagt denn auch Spielertrainer Michael Witek, dass „unser erstes Ziel der Klassenerhalt in der starken Heinsberger Kreisliga A ist”.

Er ist froh über die hervorragende Trainingsbeteiligung seines Teams, wobei bei den Rot-Weißen auch in der Vorbereitung mit nur zwei Trainingseinheiten pro Woche der Grundstein für eine lange, harte Saison mit 32 Begegnungen gelegt werden soll.

„Diese Trainingseinheiten sehen bei uns aber etwas anders aus als bei den meisten Konkurrenten”, sagt der Coach. „Wir machen zwar nur zwei Einheiten, aber die gehen sehr konzentriert über zwei Stunden statt wie bei den meisten Ligakonkurrenten über höchstens 90 Minuten.”

Wichtig sei auch, dass in Scherpenseel die Kameradschaft innerhalb der Mannschaft bestens sei und auch der Zusammenhalt im Umfeld rund um den Verein stimme. Das werde auch dadurch deutlich, dass insgesamt 40 Akteure dem runden Ball bei den Trainingseinheiten nachjagden. „Wir haben lange überlegt, ob wir nicht noch eine 3. Mannschaft melden. Aber für eine so lange Spielzeit reichen 40 Akteure nicht ganz aus”, sagt Michael Witek.

„Auf der anderen Seite”, so der Scherpenseeler Trainer, „ist unser Aufgebot für die Kreisliga A mit 16 Akteuren relativ klein.” Das liege zum anderen daran, dass sich Fußballer aus Scherpenseel, die in anderen Vereinen spielen und angesprochen werden seien, wieder zu den Rot-Weißen zurückzukehren, nicht für die Scherpenseeler, sondern halt für andere Clubs entschieden hätten.

„Schwierig wird es für uns auch deshalb, weil mit Patrick Roußaint einer der Leistungsträger der vergangenen Spielzeit nicht mehr zur Verfügung steht.” Roußaint und Conny Baumann, beides gestandene Angriffsspieler, haben die Fußballschuhe an den berühmten Nagel gehängt. „Wobei wir nach unserem Verletzungspech und der Sperre von gleich zwei Akteuren aus Pokalspielen versuchen wollen, die beiden noch einmal zumindest für den Saisonstart zu reaktiveren”, hofft der Coach auf deren Unterstützung.

Neu im Scherpenseeler Kader ist nur Florian Leinenbach, der aus der eigenen A-Jugend kommt und durchaus das Zeug dazu habe, sich einen Stammplatz in der Mannschaft zu erkämpfen.

Die Favoriten auf den Titel stehen für den Scherpenseeler Trainer fest. „VfL Übach-Boscheln und den SV Schwanenberg erwarte ich ganz vorne. Alle anderen”, meint Michael Witek, „werden wohl wie wir gegen den Abstieg kämpfen.”
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