Studierende aus dem asiatischen Raum gehen jetzt an die FH

Von: g.s.
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Für sie ist es angenehm und relativ leicht gelaufen mit der Akklimatisierung in Deutschland, mit der Sprache und einer neuen Kultur. Die jungen Chinesen Ke Zhang (l.) und Xu Li freuen sich auf ihr Studium, das sie an der Fachhochschule aufnehmen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Das Freshman-Institute hat am Donnerstag 280 junge Menschen im Alter von 17 bis 21 Jahren nach erfolgreichem Abschluss der ersten Stufe ihres vierjährigen Studiums in Deutschland verabschiedet.

Vor einem Jahr waren die vornehmlich aus China, aber auch aus Vietnam, Thailand, Indonesien, Singapur, Syrien, der Türkei, dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten kommenden Studenten in ihr „Freshman Jahr” in Deutschland gestartet.

Bevor die beginnenden 288 jungen Frauen und Männer, aber das eigentliche Studium an der Fachhochschule (FH) angehen konnten, mussten sie ein Vorbereitungsjahr in Geilenkirchen beziehungsweise in Linnich absolvieren. Während in der Stadt an der Wurm der Unterricht überwiegend auf deutsch stattfindet, wird in der Stadt an der Rur in Englisch gelehrt.

144 Studenten hatten während ihres Freshman-Jahres im Loherhof in Geilenkirchen eine vorübergehende Heimat gefunden, die andere Hälfte war in der ehemaligen Polizeischule in Linnich untergebracht. Sie alle bereichern das kulturelle Miteinander in den beiden Kommunen und gesellen sich besonders in einer von Internationalität geprägten Stadt wie Geilenkirchen zu den bereits zahlreich vertretenen Mitbürgern aus 17 Nato-Staaten und anderen Nationen.

Fast alle Chinesen kommen ohne jegliche Deutschkenntnisse in die Bundesrepublik. Nach dem Crash-Jahr beherrschen die Studenten die ihnen vermittelte Sprache und Grundbegriffe ihres Studienfachs. Jetzt wechseln sie an die internationalen Studiengänge der ausgewählten Hochschulen und Universitäten in Deutschland, wo sie ihr eigentliches Studium - überwiegend für Maschinenbau, Chemie, Physik und Mathematik - beginnen.

„Eine multinationale Bevölkerung ist eine Bereicherung für jedes Land”, schwärmt der ehemalige Leiter der FH Jülich und heutige Chef des Freshman Instituts, Prof. Hermann-Josef Buchkremer. „Als Sie vor einem Jahr aus ihrer Heimat in eine ganz andere Region dieser Welt gekommen sind, hatten Sie sicherlich Wünsche, aber auch Ängste”, sagte der Wissenschaftler. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass den jungen Menschen zwischenzeitlich die Ängste genommen wurden und sie die Mentalität und Kultur der Deutschen verstehen gelernt haben.

Der jungen Chinesin Ke Zhang und dem chinesischen Studenten Xu Li beispielsweise sind diese Ängste mittlerweile fremd, bestätigen sie, denn beide haben sich gut eingelebt und starten nun ein Studium der Elektrotechnik beziehungsweise des Maschinenbaus an der FH Aachen.

Neben Hermann-Josef Buchkremer gratulierten auch die rund 40 Lehr- und Administrationskräfte des Freshman-Instituts zum erfolgreichen Abschluss. Während der Administrative Leiter der FH Jülich, Prof. Dr.-Ing. Hans-Josef Ackermann zusammen mit Zhimeng Hong die Urkunden ausgaben, begleiteten die beiden Chinesinnen Luying Sho und Do Zhu sowie Yanxiang Wang die Feier am Piano.

Shu Du, Siyu Chen, Hanyi Zhao, Xinhui Ren, Hongshi Wang, Haoting Chen, Jiaxiu Hou (alle China), Varun Payak (Indien), Andriana Dewanta (Indonesien) und Minh Tam Nguyen (Vietnam) erhielten aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen im akademischen Bereich zusätzlich Stipendien des Freshman-Instituts im Wert von je dreitausend Euro.

Der festliche Akt diente auch als Forum für die Information, dass sich für das kommende Freshman-Jahr rund 320 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeschrieben haben.

Für die Studierenden werden ab kommenden Oktober wieder Paten gesucht, die bereit sind, jungen Menschen aus verschiedenen Ländern außerhalb derer Lehr- und Lernzeiten zwanglos die Teilnahme am Alltagsleben zu ermöglichen.

Anmeldungen nimmt Maria Schmidt von der FH Aachen unter der Telefonnummer 0241/600953001 oder per E-Mail an maria.schmidt@fh-aachen.de entgegen.
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