Geilenkirchen - Studentenworkshop: Aus alten Gemäuern wieder Schmuckstücke machen

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Studentenworkshop: Aus alten Gemäuern wieder Schmuckstücke machen

Von: Georg Schmitz
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Dorothee Heinzelmann, Norbert Nussbaum, Oliver Meys, Kristin Dohmen, Michael Jansen, Carina Sperber (v.l.), sowie Heike Lehmann und Sigrun Heinen (sitzend v.l.) bereiten den Studentenworkshop auf Burg Trips vor. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die altwehrwürdige Hauptburg der Schlossanlage Trips präsentiert sich im September nach 2006 wieder beim „Tag des Offenen Denkmals“ der Öffentlichkeit. Im Vorfeld nimmt sich eine 20-köpfige Gruppe von Studierenden aus ganz Deutschland und den Nachbarländern dem historischen Gemäuer an.

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz bietet jährlich einen Workshop an, um Studierende verschiedenster Fachrichtungen mit Aufgaben und Methoden der Denkmalpflege vertraut zu machen. An einem prominenten Fallbeispiel erarbeiten die Teilnehmer konkrete Lösungsansätze für eine denkmaladäquate Nutzung.

Das einwöchige Seminar findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt, immer kommt ein ausgewähltes Objekt zum Tragen. Dies ist 2014 die Burg Trips in Geilenkirchen als eine von 750 Wasserburgen im Rheinland. Das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland mit Sitz in Brauweiler und das Kunsthistorische Institut der Universität Köln begleiten den vom 8. bis 14. September stattfindenden Workshop. „Burg Trips – vom Befund zum Konzept“ lautet der Titel des 9. Studentenworkshops, bei dem die monumentale Hauptburg in den Vordergrund gerückt wird.

Bei einer Vorbesprechung vor Ort berieten Dr. Dorothee Heinzelmann, Dr. Kristin Dohmen, Diplom-Restauratorin Sigrun Heinen und Dr. Oliver Meys vom LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Michael Jansen von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Geilenkirchen sowie Dr. Heike Lehmann, Carina Sperber und der Leiter der Abteilung Architekturgeschichte des Kunsthistorischen Instituts der Universität zu Köln, Professor Norbert Nußbaum, über die Vorgehensweise beim Workshop.

Die Studierenden werden in Gruppen verschiedenen Fragestellungen nachgehen. „Welche Ziele sich die Gruppen setzen und wie sie vorgehen, sollten wir ihnen weitgehend selber überlassen“, machte Dorothee Heinzelmann klar. Allerdings mit fachlicher und methodischer Einführung und Betreuung. Die Workshop-Teilnehmer bekommen im Vorfeld Informationsmaterial und einführende Literatur über die Burg Trips an die Hand, und Pläne wie Grundrisse und Schnitte werden ihnen zur Verfügung gestellt.

Die interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppen widmen sich den Schwerpunktthemen Denkmalerfassung, Bauforschung und Nutzungsperspektive. Bei letzterem wird ein denkmalpflegerisches Konzept erarbeitet, das Möglichkeiten der zukünftigen Nutzung aufzeigen soll. „Wie kann aus diesem Schätzchen wieder ein Schmuckstück werden?“, fragt sich Norbert Nußbaum. Das werde sicherlich die Bürger der Stadt Geilenkirchen sehr interessieren. Ab Montag werden sich die 20 jungen Frauen und Männer unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit der Kernburg befassen. Am Sonntag, 14. September, darf die Burg beim „Tag des Offenen Denkmals“ nachmittags besichtigt werden.

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