Stehende Ovationen für Kammermusik in Gangelt

Von: agsb
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Kammermusik vom Feinsten im Foyer des Gangelter Rathauses: Anna Dubrunowa und Frank Formen begeisterten mit ihrem Gesang. Foto: agsb

Gangelt. Ein musikalischer Leckerbissen war den Gästen im Foyer des Gangelter Rathauses mit dem Konzert des Kammermusikensembles der „Neuen Deutschen Kammerphilharmonie“ versprochen worden. Es entwickelte sich ein außergewöhnlicher Genuss.

Die Besucher sollten im Konzert Ruhe aus dem weihnachtlichen Stress finden. Die Musiktöne wirkten zwar besinnlich, jedoch es war kein Musikkonzert wie viele andere. Die Freunde der Kammermusik hatten bereits nach den ersten Klängen selbst ein Strahlen in den Augen, das Ensemble spürte die Begeisterung bei den anwesenden Musikfreunden.

Durch das Programm führte Frank Formen, der selbst zwischen den Musikstücken viele besinnliche Töne sprach und nachher auch seine Sangeskunst unter Beweis stellen sollte.

Bei den ersten sensationellen Klängen vom Geigenspiel, Violoncello und Klavier konnte das Publikum nicht erahnen, das hier fast unvergessene 90 Minuten mit einem besonderen Musikerlebnis anbrechen sollten. Nicht nur die Musiker/innen zeigten Begeisterung für klassische Noten, auch die anwesenden Musikfreunde wurden in den Bann gezogen.

Das erste Stück mit Instrumentalmusik war schon ein Hochgenuss, schon vier Minuten später nach Konzertbeginn erlebte Gangelt eine weitere Sternstunde mit der Sopranistin Anna Dobrunowa. Beim „Alleluja“ von Wolfgang A. Mozart wurden alle von einer natürlichen, aber starken und kraftvolle Stimme verzaubert. Und gleich im „Ave Maria“ von Johann Sebastian Bach schien das Publikum regelrecht berührt, man hätte dieser Stimme stundenlang zuhören können, empfanden die Gäste.

Dabei gehört das „Ave Marie“ für jede Sopranistin zu den schwierigsten Stücken, aber hier stand eine Meisterin am Mikrophon. Anna Dobrunowa schien selbst aufzublühen, und sie sah mehr als Blinzeln in den Augen der Musikfreunde.

Träume in Musik

War der erste Teil des Konzertes schon einzigartig, so sollten viele weitere Minuten reiner Musikfreude noch folgen. Teil zwei stand fast ganz Zeichen der Anna Dobrunowa, die von den sieben Gesangsstücken gleich vier im Duo mit Frank Formen sang. Bekannte Opernstücke, aber auch Musical, Tango und immer wieder Weihnachtliches – Gangelt erlebte einen wahren Musiktraum.

Es gab viele musikalische Höhpunkte an diesem Abend mit einem Weihnachts-Klassiker zum Abschluss. „Have yourself a merry little Christmas“ sang das Duo eines der populärsten Weihnachtslieder aus den Vereinigten Staaten. Auch dieses Stück war famos gesungen wie zuvor schon „I could have danced all Night“. Hier schien Anna Dobrunowa mit ihrer Stimme zu tanzen, die Sopranistin holte für rund drei Minuten das Musical „May Fair Lady“ ins Gangelter Rathaus.

Am Klavier ließ Martin Gramajo die Finger kreisen, auch hier war wie bei allen Akteuren musikalische Hingabe zu spüren, es schien, als würde der Pianist die Tasten mit den Fingerkuppeln streicheln.

Bereits vor dem Christmas-Song als Zugabe gab es minutenlang stehende Ovationen für die Neue Deutsche Kammerphilharmonie. Ein Zeichen auch dafür: So ein Konzert hatte Gangelt noch nicht erlebt.

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