Städtisches Schwimmbad: Objekt der Begierde und des Sparens

Von: Wilfried Rhein
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Hinenin ins schöne Ü-Bad. Ab
Hinenin ins schöne Ü-Bad. Aber wie lange noch? Die hohen Betriebskosten sind schmerzhaft für den Stadthaushalt, und zum Sparen ist Übach-Palenberg schließlich gezwungen. Welche Lösungen gibt es? Foto: Georg Schmitz

Übach-Palenberg. Den Vertrag, den „Stärkungspakt” ist die Stadt Übach-Palenberg mit dem Land Nordrhein-Westfalen auf Gesetzesbasis eingegangen. Die eine Vertragspartei verpflichtet sich zu eiserner Sparsamkeit und Strukturverbesserungen, die andere - das Land - unterstützt den Etat dafür mit einigen Millionen Euro.

Übach-Palenberg muss sich jetzt vor der Kommunalaufsicht ständig erklären, wie die Gesundung des städtischen Haushalts fortschreitet, was man dafür tut.

Da kommen einige Stichworte zusammen, die für viele Menschen wahre Stiche sind. Zum Beispiel das Ü-Bad. Welcher Zukunft geht dieses sehr beliebte Freizeit- und Sportangebot entgegen?

Mit dem Bürgermeister

Die Fragen rund um dieses Thema und, nach Möglichkeit, viele Antworten darauf werden zentraler Punkt sein bei einer Veranstaltung, zu der die Redaktion dieser Zeitung Sie, verehrte Leserinnen und Leser, herzlich hinzubittet. Als Termin wurde gewählt der Donnerstag, 27. September, um 19 Uhr in der Lohnhalle des Carolus-Magnus-Centrums (CMC), Carl­straße 50. Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch und einige seiner Mitarbeiter werden sich den Fragen stellen, nehmen auch gerne positive Anregungen mit in die weiteren Beratungen.

Halbe Million Euro Deckung

Wie bereits bei einem Bürgertreffen im Schulzentrum - diese Zeitung berichtete darüber am 16. Juni - angeklungen war, teilen viele Menschen die Sorge um das städtische Schwimmbad in der Dammstraße. Darunter auch Funktionäre, wie zum Beispiel Manfred Ehmig, Vorsitzender der Schwimmabteilung im VfR, der größten im Bezirk. Seine Furcht geht dahin, dass das Ü-Bad für 2016 „auf der Streichliste” steht.

Die Stadt kann keinen Hehl daraus machen, dass sie sich den „Konsolidierungsbeitrag”, also die jährliche Deckungssumme von aktuell rund 550.000 Euro, ersparen möchte. Ein Verkauf des Bades soll dafür nicht infrage kommen, allerdings die Übernahme durch einen „freien” Betreiber, wie die Stadtverwaltung deutlich macht. Eine Schließung des Bades seitens der Stadt beim Abarbeiten einer Prioritätenliste aber würden die Vereinsschwimmer keinesfalls kommentarlos passieren lassen, hatte Manfred Ehmig schon beim Bürgermeister angekündigt.

Klare Forderung

Da würden nämlich die Grund­lagen für die Schwimmausbildung im Sportfach der Schulen und bei der Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) wegfallen. Manfred Ehmig hatte vor der beschlussfassenden Ratssitzung am 27. Juni an die Stadtverordneten appelliert, „Mut für eine vernünftige Entscheidung zu beweisen”. Aktuell äußert sich der Gesamtschulleiter auf Anfrage zum Thema: „Alles Gerede ist den Schwimmern zu vage, und deshalb vertreten diese eine klare Forderung: Das Schwimmbad gehört als Streichobjekt erst gar nicht auf die Maßnahmenliste!”

Welche Alternativen bieten sich? Ein spannender Meinungsaustausch ist zu erwarten beim Leser-Forum Ihrer Zeitung.

Zum „Leser-Forum” in die CMC-Lohnhalle

Das Leser-Forum zum Thema „Zukunft des Ü-Bads” findet statt am Donnerstag, 27. September, 19 Uhr, in der Lohnhalle des CMC. Der Eintritt ist frei.

Alle interessierten Mitbürger, ob vereinsgebunden oder nicht, sind zum Mitdiskutieren oder Zuhören zu der etwa anderthalbstündigen Veranstaltung eingeladen.

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