Geilenkirchen-Prummern - Stadtteil Prummern schaut auf Historie von 1125 Jahren

Stadtteil Prummern schaut auf Historie von 1125 Jahren

Von: Georg Schmitz
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Vor der Kulisse der dörflichen Pfarrkirche St. Johannes: Ferdinand Schmitz, Margarete und Jürgen Deckers, Ortsvorsteher Klaus Bales, Albertine Schmitz sowie Heinz-Willi Barth (v.l.) haben die 1125-Jahr-Feier von Prummern mit vorbereitet. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Prummern. Prummern, ältester Geilenkirchener Stadtteil, feiert am kommenden Wochenende sein 1125-jähriges Bestehen. Urkundlich im Jahre 884 erstmals erwähnt, hat sich Prummern im Lauf der Jahrhunderte zu einem Vorzeigedorf entwickelt.

Seit je her von der Landwirtschaft geprägt, beherbergt das 650-Seelen-Dorf heute noch immer 14 Betriebe, die sich mit Viehhaltung sowie Anbau von Getreide und Gemüse beschäftigen.

In der geschichtlichen Entwicklung Prummerns nimmt die Kirche einen bedeutenden Platz ein. 1130 begann die Errichtung einer Kapelle in zentraler Lage. Die Weihe erfolgte sieben Jahre später durch den Bischof. 1470 erfolgte der Bau der heutigen spätgotischen Backsteinkirche als zweischiffiger Hallenbau mit Westturm und achtseitigem Helm. 1352 wurde die Katharinenglocke geweiht, die heute noch als Weihwasserbecken dient.

1922 wurde der Anbau des südlichen Seitenschiffes fertiggestellt, und 1985/85 gab die Neugestaltung des Chorraumes der St. Johannes-Kirche ein neues Aussehen.

Madonnen-Prozession

Prummern wurde im zweiten Weltkrieg stark zerstört. Bei der Sprengung des Kirchturms blieb erstaunlicherweise die Säule mit der Marienstatue unversehrt. Die Madonna wurde bereits früher und wird heute noch bei Prozessionen durch den Ort getragen. Das Dorf östlich der Kernstadt ist bekannt für sein intaktes Vereinsleben, viele Bürger sind in mindestens einem Verein aktiv oder inaktiv tätig.

Das sind neben der örtlichen Löscheinheit der Feuerwehr die St. Johannes-Schützenbruderschaft, das Trommler- und Pfeiferkorps, der Musikverein, der Projektchor, die Frauengemeinschaft und das Jugendteam. Sie alle sind an den Vorbereitungen zur 1125-Jahr-Feier beteiligt, die von Freitag bis einschließlich Sonntag unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Andreas Borghorst stattfinden wird.

Samstag von 16 bis 18 Uhr sowie Sonntag von 10.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr ist im Pfarrhaus in der Brüllsche Straße eine Fotoausstellung geöffnet, in der Bilder und Texte sowie eine Dia-Show über die geschichtliche Entwicklung von Prummern gezeigt werden.

Das Programm der Feierlichkeiten

Die Feierlichkeiten beginnen am Freitag, 14. August, um 21 Uhr in lockerem Rahmen auf dem Schulhof. Um 22 Uhr zelebrieren die Prummerner Ortsvereine den Großen Zapfenstreich auf der Brüllsche Straße.

Am Samstag, 15. August, werden um 19.45 Uhr die Ehrengäste an der Alten Schule abgeholt und zum Festzelt geleitet. Dort eröffnet Schirmherr Andreas Borghorst um 20 Uhr den Festabend, der in einen gemütlichen Teil mit Tanz und Unterhaltung übergeht.

Die Festmesse am Sonntagmorgen, 16. August, um 9 Uhr wird mitgestaltet vom Projektchor und vom Musikverein. Um 10 Uhr folgt der Frühschoppen auf dem Kirchplatz. Rund herum präsentieren ab 13 Uhr zahlreiche Aussteller einen Kunst- und Handwerkermarkt. Hier lebt unter anderem die Fertigkeit der Töpfer und Korbflechter wieder auf.

Dazu zeigt ein Schmied, wie Pferde beschlagen werden. Um 14 Uhr öffnet die Cafeteria, zu der - wie zu allen anderen Veranstaltungen - alle Interessierten aus Nah und Fern eingeladen sind.

Mit dem Dämmerschoppen ab 16 Uhr klingen am Sonntag die Feierlichkeiten zum 1125-jährigen Bestehen von Prummern aus.
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