Stadtmarketing: Freifunk in der City und neuer Abendmarkt

Von: Udo Stüßer
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Die Geilenkirchener können sich auf freies Wlan freuen: Mehr als 20 Router sind bestellt und werden in den nächsten Tagen in der Innenstadt installiert. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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Gort Houben, Leiter des Amtes für Bildung und Wirtschaft, Wirtschaftsförderin Susanne Köppl und Beigeordneter Herbert Brunen (von links) freuen sich über eine Vielzahl von Veranstaltungen in diesem Jahr. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Freifunk in der Geilenkirchener Innenstadt bereits in wenigen Tagen, ein Abendmarkt auf dem Marktplatz und ein Herbstmarkt mit einem ganz neuen Konzept als Alternative zur Herbstkirmes: Den Geilenkirchenern und den Besuchern der Stadt wird in diesem Jahr so einiges geboten. Das neu initiierte Stadtmarketing nimmt Fahrt auf.

„Wir wollen Geilenkirchen als sympathische Stadt vorstellen“, erklärt Gort Houben, Leiter des Amtes für Bildung und Wirtschaft der Stadt Geilenkirchen.

Aber auch auf die Unternehmer und Gewerbetreibenden werden Houben, Beigeordneter Herbert Brunen und Wirtschaftsförderin Susanne Köppl verstärkt ihr Augenmerk legen. Bei einem erstmaligen euregionalen Wirtschaftsforum sollen die besonderen Stärken der Unternehmerschaft in Geilenkirchen und der Nachbarkommunen deutlicher als bisher herausgestellt werden. Brunen, Köppl und Houben planen dieses euregionale Wirtschaftsforum in Geilenkirchen und sind mit den Verantwortlichen der Nachbargemeinden dies- und jenseits der Grenzen im Gespräch. Es geht dabei hauptsächlich um den Austausch miteinander, um neue Impulse, um Synergieeffekte und gemeinsame Stärken.

Um den Austausch der Unternehmer untereinander und mit der Stadtverwaltung geht es auch bei dem als Veranstaltungsreihe geplanten Unternehmerfrühstück in Haus Basten und im Euro Service Center. Beim Wirtschaftsforum und beim Unternehmerfrühstück geht es darum, die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, Kontakte zu initiieren und die Hemmschwelle zur Verwaltung herunterzusetzen. „Wir wollen den Unternehmern Hilfestellungen leisten, wir als Verwaltung haben eine Servicefunktion“, sagt Houben. Das kann Brunen nur unterstützen: „Die Firmen brauchen ein Gesicht, der persönliche Kontakt ist wichtig.“

„Wir sind eine Kommune im Aufwind“, freut sich Houben. Dies unterstreicht auch Wirtschaftsförderin Susanne Köpple: „In den Gewerbegebieten Selka, Fürthenrode und Niederheid gibt es keine freien Gewerbeflächen mehr. Und auch das neue Gewerbegebiet in Nieder-heid ist zur Hälfte vermarktet.“ Deshalb führen die Verantwortlichen der Stadt derzeit Gespräche mit der Bezirksregierung, um ein neues Gewerbegebiet erschließen zu können. Damit dieser Aufwind in der Stadt anhält, damit Einzelhändler, Gewerbetreibende und die hier lebenden Menschen sich besser kennenlernen und sich wohlfühlen, damit mehr Käufer in die Stadt kommen, setzen die Verantwortlichen in diesem Jahr auf bewährte Veranstaltungen und ganz neue Formate.

Zunächst kann man sich auf Freifunk in der Innenstadt freuen: Mehr als 20 Router, finanziert von Stadt und Aktionskreis, sind bestellt und werden in den nächsten Tagen geliefert und installiert. 20 Geschäftsleute in der Innenstadt haben sich bereiterklärt, ihr WLAN-Netz zur Verfügung zu stellen, so dass man in wenigen Tagen in der Innenstadt kostenlos im Internet surfen kann. Wann man will und so lange man will.

Mit einem ersten städtischen Neujahrsempfang am Donnerstag, 2. Februar, startet die Stadt in der Realschule ihr neues Veranstaltungskonzept. Eingeladen sind Vertreter aus dem Gewerbe, aus dem Einzelhandel, aus Vereinen, Politik und Verwaltung. Unter der Moderation unseres Redakteurs Thorsten Pracht sprechen Ulrich Berners vom LBBZ und Professor Dr.-Ing. Achim Kampker von der RWTH Aachen über Innovationen, Kooperationen und Netzwerke, bevor es bei Musik, Essen und Getränken gesellig wird.

Urlaubsgefühl vermitteln

Ganz neu in Geilenkirchen wird der Abendmarkt sein. Einmal im Monat ist an einem Donnerstag in der Zeit von 17 bis 21 Uhr ein Abendmarkt geplant, auf dem man nicht nur die üblichen Frischeprodukte eines Bauernmarktes kaufen kann, sondern sich auch mit Freunden oder Kollegen nach Feierabend zu einem kühlen Getränk trifft. „Wir wollen den Menschen ein wenig Urlaubsgefühl vermitteln“, sagt Susanne Köppl und denkt an Sitzgelegenheiten, aber auch an ein kleines Sonnendeck, auf dem man sich nach dem Einkauf an einem lauen Sommerabend zu einem Glas Wein oder zu einem Cocktail trifft. „Die Geilenkirchener genießen gerne. Und es muss sich rumsprechen: Da ist etwas los“, denkt Houben dabei an den Erfolg der Weinfeste.

Dass Geilenkirchen in diesem Jahr das Gütesiegel „Fairtrade Town“ erwerben will, hat der Stadtrat bereits beschlossen. Die Vorarbeiten von Politik und Verwaltung sind bereits angelaufen. „Dabei handelt es sich um ein Alleinstellungsmerkmal in der Region, die Voraussetzungen für das Gütesiegel werden in Geilenkirchen erfüllt“, weiß Houben.

Die Herbstkirmes auf dem Parkplatz am Beamtenweg ist nicht mehr der ganz große Renner. Damit sie wieder zu einem Publikumsmagnet wie in früheren Jahren wird, arbeitet man im Rathaus an einer völlig neuen Konzeption. Wie diese letztendlich aussehen wird, wissen die Verantwortlichen noch nicht.

Fest steht aber, dass dieser neue Herbstmarkt im Herzen der Stadt stattfinden soll. Großfahrzeuge sind nicht vorgesehen, da sie in der Innenstadt nicht aufgebaut werden dürfen. Auf eine wohl einmalige Veranstaltung dürfen sich die Geilenkirchener Ende Mai freuen: Dann soll das neue Hallenbad eröffnet werden. Bei all diesen Veranstaltungen arbeiten die Verantwortlichen der Stadt eng mit dem Aktionskreis zusammen. „Er ist ein wichtiger Partner“, betonen Susanne Köppl, Herbert Brunen und Gort Houben unisono.

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