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St.-Elisabeth-Krankenhaus profitiert von technischer Neuanschaffung

Von: Udo Stüßer
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50.000 Euro für einen Arbeitsplatz: So viel kostet dieser leistungsphysiologische Arbeitsplatz mit Laufband und Fahrrad. Chefarzt Dr. Ulrich Sudhues freut sich über diese in der Region einmalige Anschaffung. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. 50.000 Euro für einen Arbeitsplatz? Von dieser in der Region einzigartigen Anschaffung profitiert künftig das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Geilenkirchen. „Leistungsphysiologischer Arbeitsplatz” nennt sich das neue medizinische Messinstrumentarium.

„Gegen den Alterungsprozess kann sich der Mensch nicht wehren. Man kann ihn nur durch eine gesunde Lebensweise und Sport verlangsamen”, erklärt Dr. Ulrich Sudhues, Kardiologe und Chefarzt der Inneren Medizin des Geilenkirchener St.-Elisabeth-Krankenhauses.

Doch wie leistungsfähig ist der Mensch? Wie gut funktionieren Herz und Lunge? Wie sieht es mit der Durchblutung der Muskulatur aus? Gibt es Veränderungen des Blutes? Und ist die Leistungsfähigkeit altersgerecht? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhält der Kardiologe künftig durch den neuen leistungsphysiologischen Arbeitsplatz mit Spiroergometrie.

Sudhues weiß: „Ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Leistungsfähigkeit in zehn Jahren jeweils um zehn Prozent ab.” Aber: „Durch Krankheiten kann man wesentlich schneller Leistungsfähigkeit einbüßen.” Dazu zählen unter anderem Herz- und Lungenerkrankungen, Diabetes, Magen-Darm-Krankheiten und auch neurologische Erkrankungen. In vielen Fällen macht sich eine Erkrankung durch Luftnot bemerkbar.

Verringert sich die Leistung eines Organs, kann sie anfangs noch durch höhere Leistungen von anderen Organen ausgeglichen werden. „Wir müssen aber aufschlüsseln, woran der Patient erkrankt ist und ob eine Schwäche ausgeglichen wird”, erklärt der Chefarzt, der Herz, Lunge, Blutfluss und Muskulatur mit großen Zahnrädern vergleicht, die ineinander greifen. Ersetzt man ein großes Zahnrad durch ein kleines, müssen die anderen mehr arbeiten, damit die gleiche Leistung erbracht wird.

Rund 50.000 Euro kostet dieser leistungsphysiologische Arbeitsplatz mit Laufband und Fahrrad. „In zehn Minuten ist der Patient auf dem Fahrrad oder auf dem Laufband von null auf 100 Prozent Leistungsvermögen”, erklärt Ulrich Sudhues die Untersuchung. Während der sportlichen Betätigung trägt die Testperson eine Atemmaske, mit deren Hilfe die Atemgase auf Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt untersucht wird.

Gleichzeitig wird der Patient von einem EKG überwacht. Ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen gibt dem Mediziner Aufschluss über die Zusammensetzung der Blutgase. So erhält der Internist eine große Menge an Informationen, beispielsweise über Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt, über Milchsäure, Atemfrequenz und Atemtiefe. Nach einer etwa halbstündigen, sehr komplexen Untersuchung kann der Arzt die Datenmenge auswerten.
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