SSB Big Band: Hymnen und Schlager durch den Advent

Von: Johannes Gottwald
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Eine Reise ins amerikanische Weihnachtswunderland: Die SSB Big Band unter Leitung von Christoph Jansen und die Gruppe 4-cant begeisterten mit einem zweistündigen Konzert.

Geilenkirchen. Für viele Chöre und Musikvereine ist jetzt jede Menge Probenarbeit angesagt, denn bald stehen wichtige Auftritte vor der Tür. Auch für die SSB Big Band Geilenkirchen ging es schon voll zur Sache; mit heißen Rhythmen stimmte sie in der Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule auf die kommenden Weihnachtstage ein.

Mehr als zweihundert Zuhörer hatten den Weg ins Bauchemer Schulzentrum gefunden und wurden mehr als zwei Stunden mit vorzüglicher Unterhaltungsmusik verwöhnt. Teller mit Süßigkeiten und Knabbergebäck auf den Tischen sorgten zusätzlich für vorweihnachtliche Stimmung.

„O come all ye faithful“ bildete den festlichen Auftakt des Konzertes. Zudem erlebte man die Abenteuer des Rentieres Rudolph und bei „Sleigh Ride“ eine recht stürmische Schlittenfahrt. „Let it snow“ war von der Sehnsucht nach einer weißen Weihnacht beseelt – in Nordamerika kommt sie häufig vor. Zu Weihnachten gehören aber auch Äpfel und Nüsse. Da kam die köstliche Pop-Version des „Nutcracker-Rock“ frei nach Tschaikowski gerade recht. Ganz weihnachtlich geprägt waren dann „The first Noel“, in dem eine englische Volksweise aus Cornwall verarbeitet wird, und ebenso „Mary‘s boy child“.

Als Gäste hatte die SSB Big Band diesmal die Gruppe 4-cant eingeladen. Einst aus dem Kirchenchor Randerath hervorgegangen, haben sich die vier Solisten Susanne Faßbender (Sopran), Svenja Walter (Alt), Helmut Gülpen (Tenor) und Georg Dickmann (Bass) zu einer festen Größe im Kulturleben der Region Heinsberg entwickelt. Auch an diesem Abend präsentierten sie vierstimmigen Sologesang vom Feinsten.

Von dem populären englischen Komponisten John Rutter hörte man das romantisch-sentimentale „Christmas lullaby“. Eher schlagerartig kamen dagegen die Weihnachtsgesänge von Jochen Rieger daher, wobei 4-cant dezent von Christoph Jansen am Keyboard und von der Rhythmusgruppe der Big Band begleitet wurde.

Einen besonderen Eindruck hinterließ dabei „Gottes Licht scheint in die Herzen“; hier wurde die dunkle Stimmung des Advent der lichten Hoffnung auf die kommende Geburt Christi wirkungsvoll gegenübergestellt. Bei „Jesus ist geboren“ klatschten die Zuhörer schon begeistert mit. Der Applaus war so groß, dass mit dem heiter-beschwingten „Shepherd‘s pipe carol“ noch eine Zugabe erfolgte.

Auch nach der Pause ging es meist „amerikanisch“ weiter: „Hark the herald angels swing“ erinnerte an den Erzengel Gabriel, besinnlich ging es danach zu bei „O holy night“, wobei Christoph Wagemann mit einem schönen Flügelhorn-Solo gefiel. Durch verschneite Landschaften führte „Winter wonderland“, während „Feliz navidad“ mit südländischen Rhythmen aufwartete.

Die „Winterzeit in Wien“ wurde mit köstlichen Vorträgen von Christian Schmitz und Christoph Jansen gewürzt. „Joy to the world“ verarbeitete eine Weise von Händel und bei „All I want for christmas is you“ überzeugte Lena Aretz mit klangvoller Solostimme.

Weihnachtsmann präsent

Zur Adventszeit gehört aber auch der Nikolaus; da durfte „Santa Claus is coming to town“ im Programm nicht fehlen. Zur großen Heiterkeit des Publikums erschien der heilige Mann mit weißem Bart und rotem Mantel tatsächlich auf der Bühne, dargestellt von Friedbert Keller. Beim anschließenden „Jingle Bells“ waren die Big Band und ihr Leiter Christoph Jansen wiederum voll in ihrem Element.

Die letzten drei Nummern des Abends gestaltete die Big Band mit der Gruppe 4-cant gemeinsam. Bei „White Christmas“ und „Wonderful christmas time“ war man im Geiste schon ganz in der Weihnachtzeit, bei „Wonderful dream“ gesellte sich Lena Aretz mit einem Solo dazu. Mit stürmischen Ovationen bedankten sich die Gäste für ein rundum gelungenes Konzert.

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