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SPD-Vorsitzender Rainer Mansel setzt in Gangelt auf rationale Argumente

Von: Jan Mönch
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„Wir unterstützen Vorschläge, die vernünftig sind“: Rainer Mansel, SPD. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. In Gangelt hat es die Opposition nicht leicht, daraus macht Rainer Mansel keinen Hehl. Der Grund liegt auf der Hand: Die CDU besitzt seit jeher das volle Vertrauen der Wähler, das sich bekanntlich auch bei der letzten Kommunalwahl in einer absoluten Mehrheit niederschlug. Mansel hingegen ist Fraktions- sowie Ortsverbandsvorsitzender der SPD, aus Erfahrung weiß er: „Wenn man mit dem Kopf durch die Wand will, erreicht man in Gangelt nichts.“

Mit dieser Erkenntnis sei seine Partei in der ablaufenden Legislaturperiode gut gefahren. Nun heißt es wieder: Es ist Wahlkampf. Und auch danach soll es heißen: „Wir unterstützen Vorschläge, die vernünftig sind“ – egal, von welcher Fraktion sie nun kommen.

Mit dem Kopf durch die Wand – andere haben das in Gangelt Mansels Ansicht nach versucht. „Und damit hat auch die manchmal etwas fundamentale Haltung der CDU eingesetzt.“ Seine eigene Partei habe hingegen mit Dialogbereitschaft mehr erreicht. Zu den Erfolgen seiner SPD aus dieser Legislaturperiode rechnet Mansel, dass der Außendienst des Ordnungsamts nicht abgeschafft worden sei und so weiter zur Sicherheit beitrage. „Auch wenn dies nicht so leicht greifbar ist.“

Auch beim Thema Gesamtschule habe sich gezeigt, dass seine Partei von Anfang an auf dem richtigen Dampfer gewesen sei, auch wenn die Mehrheitsfraktion sie zunächst „abgebügelt“ habe. Als sich gezeigt habe, dass die Gemeinde mit der Lösung gemeinsame Gesamtschule mit dem Selfkant aufgrund der Kopfpauschalen des Landes finanziell besser unterwegs ist, habe sich das Denken bei der CDU gewandelt. „Und dann zählten plötzlich die Argumente, die wir zuvor schon vorgebracht hatten.“ Der 67-Jährige gibt aber auch zu: „Natürlich gibt es auch eine Liste mit Vorhaben, die wir nicht durchsetzen konnten.“

Auf 15,2 Prozent der Stimmen kam die SPD bei der Kommunalwahl 2009. Für die Verhältnisse einer Volkspartei ist das ausgesprochen schwach. Und Mansel gesteht ein, dass er für den anstehenden Urnengang mit dem Ergebnis, dass die SPD bei der Bundestagswahl einfuhr, also rund 25 Prozent, mehr als zufrieden wäre. Allerdings gibt es eben auch die Unabhängigen Bürger (UB), die es 2009 aus dem Stand auf elf Prozent schafften, sowie natürlich die FDP. Die breiter werdende Parteienlandschaft in Gangelt, auch hier ist Mansel sehr direkt, habe eben immer nur der SPD geschadet, nie der CDU. „Der CDU-Block bleibt immer gleich.“

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