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Spargelbauer erntet richtig „dicke Männ”

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„Dicke Männ” im Damm: Gemüsebauer Herbert Dahlmanns sticht Spargel in Mindergangelt. Foto: Gerard Peters

Gangelt/Geilenkirchen. Während die Ackerbauer noch mit der Frühjahrsbestellung beschäftigt sind, holen die Gemüsebauern bereits die erste Ernte ein. Mehr als 200 Kilogramm Spargel pro Tag erntet der Gangelter Landwirt Herbert Dahlmanns (41) derzeit auf seinem fünf Morgen großen Feld vor Mindergangelt.

Das ist etwa doppelt soviel wie vor genau einem Jahr.

„Richtig lecker warm”

Es sind „schöne Stangen”, „richtig dicke Männ”, sagt er, während er an einem der 40 Zentimeter breiten Dämme sticht. In der Erde unter der schwarzen Folie und dem Minitunnel herrschen jetzt 16,1 Grad Celsius, somit ist es „richtig lecker warm”. Ab 12 Grad beginnt der Spargel zu sprießen. Die Erde erwärmt sich schnell, denn Spargel wird nur auf sandigen Böden angebaut. Nur 28 Bodenpunkte hat die Fläche bei Mindergangelt - es ist „nur Sand”.

Dass so früh geerntet werden kann, hat seinen Preis. „Eine Woche wurde hantiert”, um die Dämme nach Karneval mit Folien abzudecken. Die Arbeitskosten alleine lagen bei rund 1000 Euro. Die Qualität sei besser als vor einem Jahr, so Dahlmanns. „Er schmeckt.” Am Sonntag hat Ehefrau Astrid den ersten Bleichspargel auf dem Hof gekocht - „normal mit guter Butter”, also ohne die heute übliche „holländische Sauce”.

Die anderen Landwirte konnten mit der Frühjahrsbestellung erst vor gut drei Wochen starten. Erst seit einer Woche konnte es nach der Abtrocknung der Böden „richtig losgehen”, sagt Michael Rütten, Berater der Landwirtschaftskammer NRW im Kreis Heinsberg.

Zurzeit sind, bilanziert Bernhard Conzen, Ackerbauer in Gangelt und Vorsitzender der Kreisbauernschaft Heinsberg, fast 80 Prozent der Zuckerrüben ausgesät und 60 bis 70 Prozent der Kartoffeln gesetzt. Die Arbeiten dürften vor Ostern abgeschlossen sein.
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