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Skulptur für Bahnhofsvorplatz erregt die Gemüter

Von: g.s.
Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. Schon bei der Vorberatung im Umwelt- und Bauausschuss hatte ein gestiftetes Kunstwerk für den Bahnhofsvorplatz in Lindern für Diskussionen gesorgt.

Ein Linderner Bürger will der Stadt zwei auf einer Parkbank sitzende abstrakte Menschen aus Cortenstahl spendieren. Einzige Voraussetzung wäre eine Mithilfe des Bauhofes, die die Stadt mit etwa 3500 Euro errechnete.

Nun gaben einige Ausschussmitglieder zu bedenken, dass sich der Künstler erst offenbaren müsse, ob das Kunstwerk gänzlich seiner Fantasie entsprungen sei. Damit solle sich die Stadt vor eventuell aufkommenden Plagiatsvorwürfen absichern. Des weiteren sahen Ausschussmitglieder den durch den Arbeitsaufwand entstehenden finanziellen Beitrag als zu hoch an, der Künstler möge doch auch einen Teil der Installation übernehmen.

Bei der Ratssitzung sollte nun über die Errichtung des Kunstwerks entschieden werden, aber zunächst meldete die SPD weiteren Beratungsbedarf an. „Auch meine Fraktion hat sich noch nicht genug mit dem Thema befassen können”, warf Jürgen Benden für die Grünen ein. Christian Kravanja (Bürgerliste) wollte ebenfalls mehr Informationen, bevor er eine Entscheidung treffen könne. „Das hier ist doch wohl eine Farce. Da schenkt ein Künstler uns ein Kunstwerk zur Verschönerung der Stadt, und uns entstehen so gut wie keine Kosten”, riss Wilhelm-Josef Wolff (CDU) der Geduldsfaden.

„In Lindern ist man nicht untätig geblieben”, warf Bürgermeister Thomas Fiedler ein. Ortsvorsteher Raimund Tartler könne ein paar Neuigkeiten verkünden. „Linderner Bürger sind auf den Künstler zugegangen und haben ihm Unterstützung angeboten”, ließ Raimund Tartler wissen. Jetzt müsse nur noch ein Teil des Bürgersteigs vor der Grünanlage von den Mitarbeitern des Bauhofes verlegt werden, so dass sich die Kosten stark minimierten.

„In Lindern wird ein Schandfleck entfernt und durch ein Kunstwerk ersetzt. Selbst die bisherige Unterhaltung durch den Bauhof fällt dann weg”, warb Raimund Tartler für das Kunstgeschenk. So verringere sich der erste Vorschlag mit Kosten in Höhe von 3500 Euro erheblich.

Horst-Eberhard Hoffmann (SPD) bedauerte, dass das Begehren einer Fraktion nach mehr Beratungsbedarf mehrheitlich Ablehnung erfuhr. Trotzdem stimmte der Stadtrat mit 35 Stimmen bei nur einer Enthaltung für die Errichtung des Kunstwerks.
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