Gangelt - Schuldebatte trübt die Harmonie im Verband

Schuldebatte trübt die Harmonie im Verband

Von: hama
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Ein großes Thema bei der Gemeindeverbands-CDU ist die Debatte um die zukünftige Schullandschaft. Die Partei stellt sich darin auch die Frage, ob die Hauptschule (Bild) aufgrund rückläufiger Schülerzahlen zu halten ist. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Der CDU-Gemeindeverband Gangelt hat seinem Vorsitzenden Dr. Heiner Breickmann einstimmig das Vertrauen ausgesprochen und auch weitere Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. In der Versammlung wurde auch über Schulpolitik gesprochen.

In diesem Jahr will Heiner Breickmann die schulpolitischen Vorträge mit Dr. Gerd Hachen, die schon einmal begonnen hatten, wieder aufzunehmen und dabei die aktuelle Thematik rund um den Schulstandort Gangelt aktualisieren. „Keiner ist willens, die Hauptschule einfach aufzugeben - es wird uns aber wohl nichts anders übrig bleiben”, bewertete Dr. Breickmann die aktuelle Schuldiskussion in der Region.

Der Gemeindeverband hat 195 Mitglieder, bis vor drei Jahren waren es noch 220. Den zwölfprozentigen Schwund will man nun durch eine verstärkte Werbung wieder wettmachen. „Bei der Mitgliederwerbung wollen wir in Zusammenarbeit mit dem Kreisvorstand, der ebenfalls eine Werbeaktion starten will, natürlich in erster Linie auf das persönliche Gespräch setzen, denn das ist hier vor Ort vermutlich die erfolgreichste Methode”, gab Veterinärmediziner Heiner Breickmann den rund 30 anwesenden Parteifreunden mit auf den Weg. Demjenigen, der die meisten Mitglieder wirbt, winkt ein schönes Wochenende in der Eifel.

Der Vorsitzende ging kurz auf die Arbeit der letzten beiden Jahre ein. Er sprach von der erfolgreichen und harmonischen Arbeit im Verband, der guten Zusammenarbeit mit der Ratsgruppe, um dann die drei 2009er Wahlen zu streifen. „Das war keine leichte Aufgabe”, so der Vorsitzende.

Die Kommunalwahl - die CDU behielt all ihre Sitze - wurde als Erfolg gewertet, die Bundestagswahl „hätte besser sein können”. Er würde sich des Öfteren ein Machtwort der Kanzlerin wünschen, so der Vorsitzende. In diese Kerbe stieß auch Dr. Hermann von den Driesch, stellvertretender Vorsitzender des Gemeindeverbandes. „So kann man keine Politik machen”, ging der Allgemeinmediziner auf das Umfallen in der Atomdebatte ein. „Woran es den großen Parteien und der FDP fehlt, ist Glaubwürdigkeit!”

Jürgen Rüttgers habe sich nicht erinnern können, dass man ihn „mieten” kann, bei der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke legte man einen „Salto rückwärts” ein, und auch Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus habe in Baden-Württemberg gegen den Bürgerwillen regiert. „Ich habe den Eindruck, dass wir nicht von Spitzenleuten regiert werden”, so Dr. von den Driesch.

Allerdings zeigte sich bei den Wortmeldungen der Anwesenden das sehr unterschiedliche Meinungsbild in Deutschland, wenn es um die Atompolitik geht. Auch Erwin Dahlmanns (Kreistag) sah keine „erkennbare Linie” in der Bundespolitik und sah in dem sofortigen Abschalten der sieben AKW eine „Überreaktion”, der wohl kein anders EU-Land folgen werde. „Und wohin mit dem Atommüll”, umriss Jos Meertens ein ebenfalls ungelöstes Problem.

Weitere Bürgergespräche sollen geführt werden und das Thema Klima- sowie Energiepolitik auf die Agenda kommen.
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