Geilenkirchen - Schützen-Seligkeit für die Filmkameras

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Schützen-Seligkeit für die Filmkameras

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Während „Meike” alias Nora Tschirner ihren Filmeltern einen drehbuchgemäß „bösen Blick” zuwirft, wartet Schützenbruder Johann M. Graf auf ihren Treffer. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Es war ein aufregendes Wochenende für die Geilenkirchener. Der in Berlin lebende und in der Stadt an der Wurm aufgewachsene 41-jährige Regisseur Elmar Fischer drehte in seiner Heimat markante Teile seines zweiten Kinofilms mit dem Titel „Offroad”.

Neben Plätzen in Geilenkirchen erstreckten sich die Dreharbeiten in den vergangenen elf Tagen punktuell auch auf die Stadtgebiete Heinsberg und Übach-Palenberg.

Nicht nur Elmar Fischer freute sich, wieder in seiner Heimatstadt zu sein, in der noch seine Eltern wohnen. Auch die über 50-köpfige Filmmannschaft sowie die Hauptdarsteller zeigten sich angetan von der Gastfreundschaft der „Jellekerker” Bevölkerung.

Cafés gern genutzt

„Wir sind warmherzig und mit offenen Armen aufgenommen worden”, sagt Dominic Raacke. Der Schauspieler und Berliner Tatort-Kommissar war fast täglich in Geilenkirchen anzutreffen, bei den Dreharbeiten wie auch beim Schlendern oder zur Kaffeepause in der Stadt.

Hauptdarstellerin Nora Tschirner hatte ein Café in Bahnhofsnähe als Ort zum Entspannen auserkoren. Hier war sie mit Kollegen anzutreffen, darunter Daniel Brühl, der in zahlreichen Filmen - unter anderem „Goodbye Lenin” oder der US-Produktion „Inglorious Bastards” von Quentin Tarantino - Hauptrollen spielte. Die Darsteller waren im Gangelter Mercator Hotel untergebracht, während die Crew in einem Geilenkirchener und einem Dremmener Hotel nächtigte.

„Und ... bitte!”, war am Sonntag zum letzten Mal das lautstarke Zeichen von Elmar Fischer für den Beginn einer Szene zu hören. Am Set auf dem Marktplatz hatten neben Nora Tschirner und Dominic Raacke am Wochenende auch die anderen Hauptdarsteller Leslie Malton, Max von Pufendorf und Nora Binder ihren großen Auftritt. Sie alle waren in ein Schützenfest eingebunden, für das der Bereich um den Markt umgestaltet und die Innenstadt zwei Tage lang gesperrt worden war.

Schützenaktive aus dem Stadtgebiet, der Musikverein St. Anna aus Tripsrath und das Trommler- und Pfeiferkorps aus Bauchem spielten dabei eine tragende Rolle.

Produzent Jakob Claussen lobte die Schützen, die sich für den Film über alle Bruderschaftsgrenzen hinaus auf dem Marktplatz zusammen gefunden hatten, in höchsten Tönen. Auch habe er einen sehr freundschaftlichen Kontakt zu Regisseur Elmar Fischer, der „in seiner Heimatstadt Geilenkirchen sehr gerne die Straßen sperrt”, schmunzelt Jakob Claussen.

Vom Wetter her waren die zwei Wochen bisher traumhaft, resümierte der Produzent. Nur der Samstag habe da eine Ausnahme gemacht. Dennoch sei kein Drehtag - Kosten um die 40.000 Euro - ungenutzt geblieben, die Zeit in Geilenkirchen sei ohne große Probleme zu Ende gegangen.

Der Samstag war auch der Tag der Medien. Etliche überregionale TV-Sender und Journalisten waren zum „Photocall” bei den Dreharbeiten eingeladen. Der Münchener Produzent hatte viele Fragen zu beantworten, darunter die nach den Herstellungskosten für „Offroad”. Die Zahl von Jakob Claussen: „3,7 Millionen Euro.”

Das ist nicht annähernd das Budget US-amerikanischer Spielfilme. Aber: „Der deutsche Film hat einer US-Produktion voraus, dass er authentischer und glaubwürdiger ist”, so Jakob Claussen. „Je erfolgreicher "Offroad" wird, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein zweiter Teil in Geilenkirchen gedreht werden kann.”
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